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Die Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck

Die Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck ist ein Bündnis von Bürgerinitiativen, Vereinen und Einzelpersonen, die sich seit Jahren für einen möglichst großen Park auf dem Bahngelände des Gleisdreieck einsetzen. Die AG Gleisdreieck trifft sich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat im Gemeindesaal in der Wartenburgstraße 7 in Kreuzberg. Wer sich mit uns für den Park engagieren will, ist herzlich willkommen.
Was wir wollen:
Das Gleisdreieck ist das älteste Bahngelände Berlins. Es entstand aus den drei Bahnhöfen der Potsdamer, der Dresdner und der Anhalter Bahn.
In 150 Jahren hat das Gleisdreieck viele Wandlungen durchgemacht. Anfangs lagen die Bahnhöfe auf der grünen Wiese vor den Toren der Stadt. Das Bahngelände wuchs zu einer riesigen Fläche an, die schließlich von der expandierenden Stadt mit neuen Stadtteilen umgeben wurde. Bis heute sind die Quartiere von Schöneberg Nord und Tiergarten Süd auf der Westseite und von Kreuzberg auf der Ostseite durch das Bahngelände voneinander getrennt.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieb Joseph Roth das Gleisdreieck als die "Eiserne Landschaft". Sein berühmter Text ist auf der Website der AG Gleisdreieck nachzulesen.
Nach 1945 lagen die Gleise im politischen Vakuum zwischen Ost und West. Zuständig war die Reichsbahn, die in Ostberlin saß. Die Flächen aber lagen im Westen. So konnte keiner was damit anfangen. In diesem politischen Vakuum entwickelte sich eine vielfältige, supervitale Vegetation. Illegale Spaziergänger entdeckten die Schönheit des Geländes, daraus entstand die Idee hier einen großen Park anzulegen.
Die Parkidee wurde von der Politik aufgegriffen und beschlossen. 1990 war es soweit. Auf dem Gleisdreieck wurde die Bundesgartenschau 95 geplant.
Durch den neuen Potsdamer Platz kam es doch anders. Das Gelände wurde für die Baulogistik gebraucht. Nun ist der Potsdamer Platz fertig, die Baulogistik verschwunden. Inzwischen hat die Bahn jedoch das Gelände als Baulandreserve entdeckt. Bevor sie Flächen für den Park rausrückt, möchte sie möglichst viel Baurechte festschreiben lassen. Setzt sich die Bahn durch, wird das Gelände von allen Seiten zugebaut.
Die AG Gleisdreieck dagegen betrachtet das Gelände als Landschaft. Wir wollen, daß diese Landschaft möglichst vollständig als Park zugänglich gemacht wird. Der Gleisdreieckpark wird integriert sein in ein Netz von Parks, die durch die ganze Stadt gehen. Das, was jetzt die verschiedenen Stadtteile voneinander trennt, wird dann zum grünen Bindeglied.
Der Gleisdreieckpark bringt neue Lebensqualität in die dicht bebauten Innenstadtbezirke. Besonders die desolate Situation an der Lütwowstraße, Flottwell-, Pohl- und Dennewitzstraße in Tiergarten Süd wird sich positiv verändern lassen, wenn diese Quartiere plötzlich an einer attraktiven Parkanlage liegen.
Gerade an dieser Stelle gibt es jedoch einen großen Konflikt. Obwohl der Fächennutzungsplan und alle anderen Pläne vorsehen, daß das Bahngelände hier zur Grünfläche wird, hat der Senat sich in den Verhandlungen mit der Bahn auf eine neue Baufläche eingelassen, die quasi eine Fortsetzung des Potsdamer Platzes nach Süden darstellt.
Ob wir als Bürgerinitiative gegen diese Entwicklung mit unserer Kritik erfolgreich sein werden, hängt nicht nur mit der Qualität unserer Argumente zusammen, sondern auch damit, wieviel Unterstüzung von Anwohnern wir finden.





