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AUSWEG-Familienbüro im Lernhaus: Die Hintergründe

Ein unbürokratisches und präventives Hilfsangebot

Seit Januar 2005 bietet der Stadtteilverein Tiergarten als Träger Familien im Kiez kostenlose und unbürokratische Hilfestellung durch Beratung und Vermittlung an.

Zur Geschichte des AUSWEG-Familienbüros - seine "Herkunft" liegt in der Niedrigschwelligen Familienhilfe NFH - lesen Sie Näheres HIER.

Das Projekt "Sozialberatung mit niedrigschwelliger Familienhilfe" richtet sich an Familien gleich welcher Herkunft und hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Familien vertraulich bei der Bewältigung des Alltags durch Beratung und Vermittlung zur Seite zu stehen. Speziell den Migranten-Familien kann das Familienbüro in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern dabei helfen, die praktischen Aufgaben des Alltags besser zu bewältigen.

Die allgemeine Sozialberatung beinhaltet vor allem Unterstützung durch beratende Gespräche und die Weitervermittlung an Regeldienste und andere Einrichtungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur aufsuchenden Familienhilfe, wenn sich Eltern oder Elternteile in ihrer momentanen Situation eine Entlastung wünschen.

Die Inanspruchnahme ist freiwillig, kostenlos und erfolgt unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsstatus der Familie. Die Hilfe orientiert sich am Bedarf der Familien und Ratsuchenden. Wer Hilfe wünscht, kann sie in Anspruch nehmen.

Das Angebot richtet sich vor allem an junge Familien, Migranten, Alleinerziehende und kinderreiche Familien, sofern sie sich in ihrer aktuellen Lebenssituation überfordert fühlen.

Sind die Probleme in einer Familie jedoch soweit fortgeschritten, dass das Jugendamt tätig werden muss - ist also beispielsweise das Kindeswohl gefährdet (§1666 BGB) kann das Angebot der niedrigschwelligen Familienhilfe nicht mehr zum Tragen kommen. Die Familienhilfe soll deshalb einsetzen, bevor es zu größeren Problemen kommt.

Ein wichtiger Kooperationspartner des Familienbüros ist der örtliche Kinder-, Jugend- und Gesundheitsdienst, der beispielsweise Erstkontakt zu Familien mit Neugeborenen hat und Familien an uns weiter vermittelt.

Die Ziele des Projektes sind:

• Förderung der Selbsthilfe
• Stärkung der eigenen Ressourcen
• Verringerung der Abhängigkeit von
Transferleistungen
• Selbstständigkeit der Familien
• Steigerung der Akzeptanz von Regeldiensten.

Welche Angebote an Ratsuchende zu diesen Zielen führen sollen, lesen Sie HIER.

text/grafik: Flyer