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August 2005: Bolzplatz-Zukunft wird rosiger


Wer in Zukunft in den Hallen hinter dem Bolzplatz an der Pohlstraße einkaufen möchte, kann dann von der Lützowstraße aus aufs Gelände fahren – ein weiterer Schritt in Richtung "unser Bolzplatz soll bleiben!".

Viele Einzelhändler unter einem Dach (bzw. unter drei gemeinsamen Dächern), verschiedene Gewerbezweige nah beieinander, eine interessante Mischung und dank der zentralen Lage gut erreichbar – das dürfte in etwa dem entsprechen, was der neue Besitzer der Hallen zwischen Pohl- und Lützowstraße nahe dem Gleisdreieck-Gelände vorhat.

Dass dadurch der Bolzplatz gegenüber dem Jugendtreff an den U-Bahn-Bögen in großer Gefahr war, erscheint erst einmal seltsam – bis man bedenkt, dass der Berliner Liegenschaftsfonds das Grundstück hinter dem Platz ohne Zugang zu einer der drei umliegenden Straßen vergab. Logischerweise müssen aber Zulieferer und Kunden dort hin kommen – und das sollten sie anfänglich über den Fußballplatz, auf dem auch gleich noch Parkplätze entstanden wären.

Protest regte sich seit Anfang des Jahres, immer wieder (zuletzt im Juni) gab es Treffen und Verhandlungen – und wie es scheint mit zunehmendem Erfolg auf eine dauerhafte Rettung des beliebten Platzes. Mit einer Träne im Auge muss zwar die BMX-Buckelpiste neben dem Platz zugunsten einer Einfahrt abgegeben werden. Aber inzwischen stehen auch zwei weitere der ehemaligen Elsner-Druck-Hallen für einen "großflächigen Einzelhandel" zur Verfügung, und – und das ist neu – auch die Zufahrt aufs Gelände über die benachbarte Lützowstraße wird möglich.

Eine kleinere Auffahrt also von der Pohlstraße aus, eine zweite zur gegenüber liegenden Lützowstraße: Das bedeutet, dass kein weiterer Grund des Bolzplatzes für eine größere Zugangsstraße gebraucht werden wird.
Noch ist allerdings die Miete, die der Stadtteilverein als Träger des Platzes an den Liegenschaftsfonds zahlen soll, nicht ausgehandelt.

Die Gefahr scheint also durch die neue Zufahrt weiter gebannt. Bleibt zu hoffen, dass sich Liegenschaftsfonds und Stadtteilverein bald über die Mietsumme einigen – wenn das auch noch in Sack und Tüten ist, werden wohl einige Feudenschreie gellen und (Kinder-)Sektkorken knallen...!

text: wolk; foto: Stadtteilverein