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August bis Oktober 2002: Projekt Leerzeit - Kunst in Ladenräumen

L E E R - Z E I T

Künstlerisches Werk-
und
Ausstellungsprojekt


Dieter Fenz Andreas Friebel Eva Kohler Eva Licht Ladislaus Pradl Bettina Schilling Anita Staud

Seit August 2002 verwandeln sich sechs verschiedene Gewerbestandorte, leerstehende Läden, eine Architekturruine in der Potsdamer Strasse über eine "Work-in-progress"- Aktion in Projektionsflächen künstlerischer Visionen. Wie bei einer nach außen gekehrten Ateliersituation konnte der Passant den Entstehungsprozess eines Gemeinschaftsprojekts der Künstler/innen mit vollziehen. Zum Abschluss des "work-in-progress" gibt es einen Kunstspaziergang durch alle sechs Standorte. Diesen

Rundgang am Freitag, den 11. Oktober 2002 um 18 Uhr

eröffnet Dr. Ralf F. Hartmann.

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Zur Geschichte des Projekts "LEER – ZEIT":

Seit August 2000 gab es bereits regelmäßig Ausstellungen in den ehemals leerstehenden Ladenräumen im alten "Tagesspiegel-Haus" in der Potsdamer Straße 87. Die TSP Druck- und Verlagsbeteiligungsgesellschaft stellte der Künstlerin Anita Staud die Räume während des Leerstands zur Verfügung. In einem Zeitraum von anderthalb Jahren ist hier ein künstlerischer Schauraum entstanden - Tag und Nacht einsehbar - , der das Straßenbild in seinem Umkreis verändert und bei Vernissagen oder gelegentlichen Öffnungszeiten auch begehbar ist. Mittlerweile haben 37 Künstler dort an unterschiedlichen Aktionen teilgenommen ("artvent" zur Weihnachtszeit, Sound-Installationen beschallten die Straße, großformatige Malerei, Rauminstallationen) und der Name "Formation" ist entstanden. Die Form, die der Laden bei jeder Präsentation annimmt, beschreibt jeweils immer ein nach-folgender Untertitel (Formation 3: blau; Formation 4: Malerei; Formation 5: cheap pink; Formation 6: opak ).

Die Projektgruppe Potsdamer Straße ist aus dem Kreis der Künstler der "Formation" hervorgegangen, die Mitglieder wohnen oder arbeiten (Atelier) in der Gegend um Pohl- und Potsdamer Strasse. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, das Ausstellungsprogramm auf weitere Läden zu erweitern. Am Beginn steht eine zweimonatige Arbeitsphase, mit dem Ziel, der alltäglichen Wahrnehmung eines Ladens als kommerziellem Raum eine neue Seherfahrung hinzuzufügen. Die Umgebung der Potsdamer Straße als früheres Künstlerviertel, jüngere oder ältere Geschichte (z.B. Atelierhaus Anton-von-Werner) der Straße oder die Anspielung auf vorherige(r) Nutzung des zur Verfügung gestellten Ladens. Die Künstler können während dieser Zeit in ihrer unterschiedlichen Arbeitsweise von den Passanten, Anwohnern oder sonstigen Kunstinteressierten beobachtet, der Entstehungsprozess eines Kunstraumes verfolgt werden. Während des Aufbaus ist der Laden der Öffentlichkeit zugänglich, so dass zwischen Bewohnern und Künstlern ein Gedankenaustausch stattfinden kann. Für manchen eine Möglichkeit, Berührungsängste mit der manchmal befremdlichen Kunstwelt abzubauen, z.B. auch in "Künstlergesprächen", die während der wöchentlichen Öffnungszeiten der Ausstellungsphase stattfinden sollen. Es ist eine rundgangsähnliche Sammeleröffnung aller hinzugekommenen Läden geplant.

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Das Projekt wurde unterstützt durch das Quartiersmanagement Magdeburger Platz, den Beirat für dezentrale Kulturarbeit beim Bezirksamt Mitte, Hidden Media.
Die räumlichen Präsentationen wurden ermöglicht durch die TSP Druck- und Verlagsbeteiligungsgesellschaft, WIR Wohnungsbaugesellschaft, Potsdamer Wohn KG, Galerie Phillis, Neue Akademie Berlin e.V.

Weitere Informationen unter 372 54 88