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Aus der Jury wird ein Beirat

 
Die schöne Zeit des Quartiersfonds ist vorbei, viele Projekte sind angeschoben, die Million – sie wurde noch in D-Mark ausgeschrieben – ist ausgegeben. Und die Bürger haben über eine Jury selbst entschieden, wohin das Geld geflossen ist.
Das war das Neue, das Interessante an dem Experiment Quartiersfonds. Denn mit den Entscheidungen wurde auch eine gewisse Verantwortung in die Hände der Anwohner eines Quartiers gelegt. Es wäre zu schön, wenn es immer so weiter gehen könnte.
 
Kann es aber nicht, denn – man kann es langsam nicht mehr hören – die Kassen sind leer. Leerer als leer. Doch ein bisschen was geht immer. Und das bisschen wird versucht. Es wäre doch zu schade, wenn mit der finanziellen Unterstützung auch gleich die positiven Erfahrungen, die mit den manchmal schwierigen Entscheidungsfindungen gemacht wurden, verschwänden.
 
Deshalb kam aus der Senatsverwaltung die Idee, die Jury mit nunmehr etwas anderen Aufgaben weiterarbeiten zu lassen. Denn irgendwo bekommt das Quartiersmanagement auch in Zukunft Geld her. Darüber, was dann mit dem Geld geschieht – nein, darüber kann die Jury nicht entscheiden. Aber sie soll an den Entscheidungen beteiligt werden, sie soll das Quartiersmanagement beraten.
 
Aus der Jury wird also ein Beirat. Ob alle bisherigen Mitglieder sich daran beteiligen, steht noch nicht fest, ob neue Mitglieder aufgenommen werden können, auch nicht. Das erste Treffen sei ein offener und produktiver Gedankenaustausch gewesen, sagt Christa Schäfer. Vielleicht kann der Beirat künftig sogar eigene Ideen entwickeln und dem Quartiersmanagement vorschlagen.  
 

text: BuM