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„Ausgestiegen“: Neues Angebot für Prostituierte im Frauentreff Olga
Ab März beginnt im Frauentreff Olga ein ganz neuartiges Projekt, welches sich an ausstiegswillige Prostituierte wendet und sie in die "reguläre" Arbeitswelt begleitet.
Die Frauen werden auf eine Ausbildung als Hauswirtschaftsassistentin/ -helferin vorbereitet bzw. bekommen Basismodule der hauswirtschaftlichen Arbeit an die Hand, um zumindest kleinere Jobs in diesem Bereich annehmen zu können. Da die Zielgruppe oft bereits über Jahre mit dem Olga vertraut ist, kann hier auf bereits vorhandene Strukturen aufgebaut werden. Nur Frauen, die hinreichend stabil sind und einen starken Ausstiegswunsch haben, werden in das Projekt aufgenommen.
Die Kurse werden ausschließlich außerhalb der "Geschäftszeiten" der Frauen angeboten, um einen behutsamen Ausstieg zu ermöglichen und die finanziellen Einbußen in Grenzen zu halten.
Drei Monate lang gehen die Frauen weiterhin ihrem Gewerbe nach und qualifizieren sich in Kochen, Wäschepflege, Lagerhaltung, Einkaufen etc.. Auch Basiskompetenzen, wie Pünktlichkeit und Teamfähigkeit werden vermittelt.
Nach Abschluss des Kurses können die Frauen ein "Schnupperpraktikum" in den Projekten des Notdienstes Berlin e.V. absolvieren, eine erste Erprobung im "geschützten" Raum.
Danach wird an eine erfahrene, kooperierende Ausbildungsstätte vermittelt bzw. erhalten Hilfe bei der Suche nach Arbeitsplätzen in der freien Wirtschaft.
Ziel des neuen Angebotes ist es auch, die soziale Lage im Kiez zu entschärfen und den Standort aufzuwerten, denn Teilhabe und Neuorientierung der Prostituierten bedeuten mehr Ruhe im Kiez. Erfolgreiche "Umsattlerinnen" können eine Vorbildfunktion für andere Frauen übernehmen und die Anwohner sehen zeitgleich, dass mit den Frauen erfolgreich gearbeitet wird.
Das Projekt "Ausgestiegen" des Notdienstes für Suchtmittelgefährdete und –abhängige Berlin e.V. wird durch das Programm "Stärken vor Ort" gefördert.








