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Bis Ende 2009 vor Ort: Der "Bund gegen ethnische Diskriminierung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. - BDB e.V."

Im November 1996 wurde nach etwas mehr als anderthalb Jahren der Vorbereitung der Vorläufer des BDB, das Büro gegen ethnische Diskriminie­rungen in Berlin und Brandenburg, in der Schöne­berger Hohenstaufenstr. 7 eröffnet. Die Bewilli­gung einer zweijährigen Förderung durch die Europäische Union (EU) ab August 1996 stellte zunächst die finan­zielle Grundlage dar. Daran schlossen sich 3 Jahre Förderung durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen bis Dezember 2001 an.

Mit der Erweiterung seines Aktionsradius von der kommunalen auf die nationale Ebene gründete sich im August 2000 der "Bund gegen ethnische Diskriminierung in der Bundesrepublik Deutschland" e.V. (BDB), dessen Mitgliedsvereine überwiegend den vorherigen Trägerorganisationen entsprechen und Interessenorganisationen von ImmigrantInnen und Flüchtlingen sind.
Dies sind: Europa-Afrika-Kulturzentrum (ein Dachverband von 20 afrikanischen Initiativen), Polnischer Sozialrat, Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA, ehe­mals Verband der Initiativgruppen in der Ausländerarbeit, ein Regi­onalverband von 28 Vereinen), Südost-Europa-Kultur e.V., Tüfoyat und Tübiks e.V.



Ziele und Arbeitsschwerpunkte

Der BDB will die Diskriminierung und Ausgrenzung von Angehö­rigen ethnischer Minderheiten überwinden. Mit diesen Zielen vor Augen haben wir folgende Arbeitsschwerpunkte formuliert:

  1. Beratung für von Diskriminierung und Rassismus Betrof­fene (individuelle Erarbeitung von Interventionsstrategien sowie Unterstützung bei deren Ausführung, Aufklärung über die Rechte gegenüber Diskriminierungen)
  2. Öffentlichkeitsarbeit (Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch eigene Publikationen, Veranstaltungen und Presse­arbeit sowie Schaffung von Problembewusstsein), Lobby­arbeit (Entwicklung von Vorschlägen für effektive Maß­nahmen gegen Diskriminierungen, Abbau von diskriminie­renden Strukturen)
  3. Forschung und Bildung (Angebote von Trainings, Erweite­rung der bestehenden antirassistischen Trainings­programme, Erweiterung bzw. Entwicklung von Forschungs- und pädagogischen Konzepten)
  4. Vernetzung und Kommunikation (Aufbau einer Infra­struktur in Deutschland)


Präventive Maßnahmen

Der BDB sieht einen wichtigen Bereich für Maßnahmen, die ethni­sche Diskriminierungen vorbeugen können, in einer entsprechenden Qualifi­zierung von Personal. Dies trifft insbesondere auf den Öffentlichen Dienst zu. Zu den Grundvoraussetzungen für die Durchführung entsprechender Kurse gehört jedoch, dass die politisch Verantwortlichen das Problem "Diskriminierungen" als solches erkennen und Gegenmaßnahmen aus­drücklich unterstützen.

Zu unseren bisherigen Vorschlägen zur Öffnung des Öffentlichen Dienstes gehörten Angebote wie z.B. Trainingskurse für die Mitar­beiterInnen der Be­zirksämter zu "Arbeitsstressbewältigung und interkulturelle Kommunikation” und Trainings zur interkulturellen Verständigung mit AnwärterInnen und BeamtInnen der Berliner und Brandenburger Polizei.

In Folge eines europäischen Vorläuferprojektes wurde an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg die Maßnahme "Interkulturelles Training für die Erweiterung der sozialen Kompetenz der Auszubildenden" in das Curriculum über­nommen. Auch in Berlin wird nach Beschluss des Abgeordneten­hauses zukünftig das Training zur Interkulturellen Bildung in die Polizeiausbildung integriert.

Mehr zum BDB und seinen Angeboten erfahren Sie unter http://www.bdb-germany.de/

BDB