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Bunt gemischt und gemeinsam stark: TISC 99 - der "Tiergarten International Sport Club"

Sie sind voll bei der Sache, die fünf jungen Frauen auf dem Basketball-Spielfeld, erkämpfen sich den Ball, dribbeln um die Gegnerinnern herum, ab in Richtung Korb und – jaaaa, Treffer für TISC 99, den "Tiergarten International Sport Club"! Auf den Tribünenbänken klatschen und pfeifen die Jungs ihren Team-Kolleginnen zu, vor den Ersatzspielerinnen am Spielfeldrand springt Trainer Jimmie Jackson strahlend auf und ab.
"Der Spaß am Spiel ist einfach das Wichtigste", so die übereinstimmende Ansicht von Adnan, Ercan und Lisa. "Und Spaß haben wir hier – wir halten einfach alle zusammen." Dass das so gut klappt, ist eigentlich ein kleines Wunder: An die hundert Jugendliche aus rund 40 Nationen haben sich unter dem Dach von TISC zusammengefunden. Türken spielen gemeinsam mit Griechen, Arabern und Deutschen oder mit Koreanern und Ghanesen – die ganze Palette der möglichen Herkunftsländer und Hautfarben ist hier vertreten.
Entstanden war TISC vor etwa drei Jahren aus einer Streetball-Gruppe. Die hat Jimmie Jackson unter seine Fittiche genommen, die Kids wollten richtig trainieren. Neben der Suche nach Gemeinschaft stand für die jungen Sportler der Traum vom großen Durchbruch. Eine starke Gemeinschaft gibt es inzwischen, eine so außergewöhnliche, dass TISC vorletztes Jahr mit dem renommierten "Mete-Eksi-Preis" für interkulturelle Arbeit ausgezeichnet wurde. Aber auch der große Erfolg rückt immer näher: Die sechs gemeldeten Mannschaften haben sich innerhalb kürzester Zeit in der Berliner Basketball-Liga hochgespielt, und sie wollen noch höher hinaus.
Ob das klappt, hängt auch ein bisschen vom schnöden Mammon ab: Geld ist kaum da, die Spieler fahren mit Bus und Bahn zu den Terminen und hüten ihre Bälle wie den eigenen Augapfel. "Wir suchen dringend nach einem Sponsor", sagt Jackson deswegen. Dennoch wird weiter trainiert und oft auch gewonnen. "Ich glaube, gerade dass hier so viele Nationen zusammenkommen, macht unsere Stärke aus", meint Ayse. Wie einige andere ist sie von einem anderen Berliner Verein zu TISC gewechselt. "Hier ist keiner ein Außenseiter, man kommt leichter rein als anderswo."
"Die Jugendlichen bekommen hier mit, wie man mit Leuten zusammenlebt, die anders aussehen, anders denken oder leben", sagt auch Trainer Jackson. "Sie sollen mit Hoffnung in die Zukunft schauen können und eine Perspektive haben." Dazu gehört für ihn auch, dass die Kids ihre Schulausbildung auf keinen Fall vernachlässigen – selbst, wenn sie deswegen mal beim Training fehlen.
Aber wenn sie dann auf dem Spielfeld stehen, halten sie zusammen und kämpfen gemeinsam um den Sieg, ohne dabei verbissen zu werden. Denn, wie gesagt: Der Spaß steht an erster Stelle. Und das sieht man.
TISC 99 ist Mitglied im Landessportbund Berlin, im Deutschen Basketball Bund und im Berliner Basketball Verband.






