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Der Fußballplatz ist (vorerst) gerettet


Der Fußballplatz in der Pohlstraße gegenüber den U-Bahnbögen bleibt in diesem Jahr auf jeden Fall ein Fußballplatz. Der Bezirk Mitte übernimmt das Grundstück zwar nun doch nicht in sein Fachvermögen. Es wird also beim Liegenschaftsfonds verbleiben, und das heißt, es wird früher oder später verkauft werden. Jedenfalls ist das die einzige Aufgabe, die der Liegenschaftsfonds mit seinen Liegenschaften zu bewältigen hat. Das Kaufinteresse des Investors, der die Halle an der Flottwellstraße zu einem Discountmarkt ausbauen will, wird auch geprüft. Das wird aber eine Weile dauern. Und dann dürfte es sehr fraglich sein, ob der Kaufpreis für Bauland wirtschaftlich zu vertreten sein wird, wenn auf dem Grundstück doch nichts gebaut, sondern nur für die vom Discounter erhofften Kunden ein Parkplatz zur Verfügung gestellt werden soll.

Für solche Übergangslösungen wird sich ein Kauf des Grundstückes nicht rentieren, nur für eine endgültige Bebauung. Die wiederum ist aber nicht zu erwarten, bevor nicht feststeht, was auf dem ziemlich großen Gelände des Gleisdreiecks geplant ist, wahrscheinlich sogar erst dann, wenn nicht nur die Pläne stehen, sondern wenn dort gebaut worden ist. Und das, ja das kann dauern. Denn was sollte dort zur Zeit schon geplant werden? In Berlin mangelt es weder an Wohnraum, noch an Bürogebäuden, im Gegenteil. Berlin ist zwar keine schrumpfende, aber auch keine wachsende Stadt, sondern nur eine stagnierende. Wenn man all dieses bedenkt, spricht doch vieles dafür, dass der Fußballplatz auch über das Jahr 2005 hinaus noch ein Fußballplatz sein wird.

text. BuM (QB 22)