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    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Der Künstler Peter Foeller

Peter Foeller

Künstler im Kiez

Ein Künstler im Kiez, aber beileibe kein Kiezkünstler. Bis 2010 mit 111 Ausstellungen, davon alleine 32 im Ausland, u.a. auf der Art Basel, ein Künstler im Kiez mit internationalem Renomee. Das Quartier beherbergt viele Künstler, seit Jahrzehnten. Die Galerien kamen erst viel später und wurden nur so etwas wie Sahnehäubchen für einen Stadtteil mit vielen – auch alteingesessenen – Kulturschaffenden.

Peter Foeller ist seit 47 Jahren hier ansässig, nach dem Studium an der damaligen HdK und nach zwei Jahren als Meisterschüler blieb er in dieser Stadt mit vielen Affinitäten und voller anregender Widersprüche, aber auch voller Leben. Berlin ist für ihn eine Stadt voller Inspirationen, die zu ungezügelter Kreativität verleitet. Nach der Anzahl seiner Werke, darunter ein gewaltiges Graphikœuvre, scheint Letzteres auch auf Peter Foeller gewirkt zu haben, mit der Folge, dass er gut von seiner Kunst leben kann, was sich viele Künstler als Traumziel wünschen.

Doch kann die Stadt auch zeitweilig das Verlangen nach Ruhe fördern. Dann gibt es noch einen einsamen Platz auf Kreta. Dieser wird für mehrere Monate im Jahr zu seinem Fluchtpunkt – zum Arbeiten, zum sich sammeln und um neue Ideen zu entwickeln, wenn zuviel Ablenkung durch die Großstadt dafür keinen Raum lässt.

Wo lebt er? Berlintypisch für einen Künstler, muss man feststellen. Er erwarb im Kiez eine halb verfallene ehemalige Hufschmiede mit einem gewaltigen Schornstein für das Schmiedefeuer und mit einer Wand, an der die Pferde zum Beschlagen angebunden wurden. Dieses Ensemble baute er wieder auf und restaurierte u.a. auch den riesigen Schornstein. Es ist eine Idylle entstanden, die von der Straße aus nicht einsehbar ist und erst nach genauem Suchen gefunden werden kann. Hier ist es ihm möglich, in Ruhe und konzentriert, aber inmitten der Stadt zu arbeiten sowie Freunde und Sammler zu empfangen. Von hier aus startet er seine Besuche zu Museen und Galerien, aber auch zu interessanten Lokalitäten oder auch für den normalen Einkauf.

Kann man ein so erfülltes Leben alleine schaffen? Nein, sagt Peter Foeller im Interview, er habe einen Schutzengel, ohne den er im alltäglichen Leben nicht zurechtkomme: seine Frau Claudia, mit der er fast 50 Jahre verheiratet ist.

Text: Josef Lückerath / Foto: Claudia Foeller