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Dezember 2003: Zum Drogenmobil vor der Zwölf-Apostel-Kirche gibt es unterschiedliche Meinungen

 
Drogenabhängige, Straßenstrich, Freier-Suchverkehr oder Spritzen in Hauseingängen: Schon seit Jahren leben die Anwohner rund um die Kurfürstenstraße mit den Auswirkungen von Drogenabhängigkeit. Und während sich die einen mit ihrer Wohngegend samt allen "Macken" identifizieren oder sich aktiv für eine Verbesserung der Lebensbedingungen auch für die Süchtigen einsetzen, titeln Zeitungen immer wieder mit Schlagzeilen von "Zuhältersumpf" oder "Bandenkriegen" – Schlagzeilen, die allen, die nicht vor Ort wohnen, einen mehr oder minder wohligen Schauer ob dieser Tatsache den Rücken hinunter jagen.
 
In welcher Zwickmühle auch diejenigen stecken, die den Abhängigen auch in ihrem eigenen Interesse helfen wollen, macht die derzeitige Kontroverse um das Fixpunkt-Drogenmobil sichtbar: Seit Anfang Dezember macht es regelmäßig vor den Kirchentüren der 12-Apostel-Gemeinde halt. Auf der einen Seite zeigen Statistiken, dass sich Krankheiten in Gebieten mit Spritzen- und Kondom-Ausgabe verringern. Andererseits besteht die Angst, dass die beiden Busse des Drogenmobils und das "Zahn-Mobil" für Mund-Hygiene mit ihren Angeboten noch mehr Abhängige ins Gebiet ziehen. (Im Foto sehen Sie eine "Drogenmobil-Besichtigungstour" von Anwohnern und Gemeindeertretern.)

Bedarf nach Spritzen Kondomen, Kleidern oder einfach einem Essen mit Gesprächen ist vorhanden – das beweist nicht nur der Zulauf, den die "Mittwochsinitiative" vor Ort im Gemeindehaus bei ihren wöchentlichen Öffnungszeiten erhält. Wie sich der sonntägliche Besuch des Drogenmobils auswirken wird, wird sich zeigen...
 
Ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Fixpunkt-Drogenmobil erhalten Sie auf der Homepage von Fixpunkt.
 
Aus Sicht der Gemeinde dargestellt gibt es Beiträge auf den Internet-Seiten der Zwölf-Apostel-Gemeinde:
Unter anderem lesen Sie dort
- über die Arbeit der Mittwochsinitiative - hier finden Sie auch einen Link zu statistischen Daten über Spritzen- und Kondomausgabe
- Zeitungsartikel zum Thema
- und einen Beitrag über den Ärger der Gemeindeleitung, die sich durch die neuen Planungen übergangen fühlt.
 
text: wolk; foto: Kam