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Dezember 2004: Schlechte Karten für den Erhalt des 341er Busses auf ganzer Linie

Mehr als 3.000 Unterschriften für den Erhalt der jetzigen Buslinie 341 scheinen nicht den gewünschten Erfolg zu bringen – noch steht die Stellungnahme des Petitionsausschusses aus.
Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 3.000 Anlieger und Gewerbetreibende längs der Buslinie 341 Listen für den Erhalt der derzeit noch geltenden Linienführung unterschrieben – wie berichtet soll diese Linie dem Metrolinien-Konzept der BVG zum Opfer fallen. (Mehr dazu und zu den Unterschriften-Aktionen lesen Sie HIER).
Inzwischen hat das Quartiersmanagement Magdeburger Platz diese Unterschriftenlisten an die zuständigen Stellen – die BVG, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Berliner Abgeordnetenhaus - weiter geleitet.
Von zweien dieser Stellen liegen nun Antworten auf das Anliegen vor: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die BVG sind beide der Ansicht, dass durch die neue Linienführung keine Defizite in der Versorgung auftreten und das neue Konzept also die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt.
Ein Auszug aus dem Antwortschreiben der BVG:
"Die Belastung der Buslinie 341 ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen; zuletzt betrug sie im Mittel nur noch 8%. [...] Wir werden deswegen zum 12.12.2004 die derzeitige Linienfürhung der Linie 341 auf der gesamten Strecke durch andere und teilweise völlig neue Linien, die den aktuellen Verkehrsströmen folgen und z.T. sogar wesentlich häufiger verkehren, ersetzen:
Beide ablehnenden Briefe erklären, dass es von der wegfallenden Haltestelle Magdeburger Platz nicht weit zur Haltestelle Lützowplatz oder anderen Einsteige-Möglichkeiten sei.
Ein Antwortbrief vom Abgeordnetenhaus Berlin verweist auf die noch ausstehende Stellungnahme des Petitionsausschusses – dorthin wurde die Anfrage weitergeleitet, und die Bearbeitung könne "wegen der erforderlichen Ermittlungen einige Zeit in Anspruch nehmen".
Dass die Linie am 12. Dezember in ihrer bisherigen Form wegfällt, scheint also ziemlich sicher zu sein. Was eine Stellungnahme des Petitionsausschusses im Sinne der Unterschriftenlisten bewirken kann, bleibt - so der Ausschuss das Bürgeranliegen vertritt - abzuwarten. Denn einer der letzten Sätze im BVG-Schreiben lautet schließlich: "Selbstverständlich werden wir im kommenden Jahr die zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember umgesetzten Maßnahmen genau beobachten, auf ihren Erfolg überprüfen und ggf. Nachbesserungen vornehmen."
text/foto: wolk






