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Tage des Interkulturellen Dialogs 2010: Mediationszentrum und Kinder- und Jugendrat waren mit Dialogtisch dabei

Miteinander reden - Voneinander erfahren - Gemeinsam handeln: Unter diesem Motto fanden vom 01. bis 30. November 2010 zum achten Mal in Folge die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs statt. Diejähriges Schwerpunktthema war „Umdenken fordern - Partizipation fördern“.

Auch das MediationsZentrum Berlin an der Dennewitzstraße war diesmal in Verbindung mit dem Kinder- und Jugendrat (KiJuR) Tiergarten Süd das erste Mal als Gastgeber einer der offenen Dialogtische mit dabei: "Kinder und Jugendliche wollen dabei sein!" hieß das Thema vor Ort.

 

Rege Diskussion im MediationsZentrum

Dass junge Leute mitreden wollen, das hatten die Mitglieder des KiJuRas schon in den vergangenen Monaten klar gemacht. Und diesen Wunsch vertraten sie auch in der Diskussionsrunde, zu der sich (moderiert von Omer und Yassin Madani sowie Arif Hanif) ein Dutzend Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unter ihnen Mitglieder des KiJuRas, Vertreter/innen der Jugendeinrichtungen vor Ort, vom QM, QR, MediationsZentrum und von GrünBerlin zusammen fanden.

Mit Gleichaltrigen auch mal über Politik zu reden sei öfters schwierig, so die Erfahrung der jüngeren Teilnehmer. Aber auch Erwachsene zeigten sich oft ungeduldig im Gespräch oder nehmen Jüngere nicht als wirkliche Diskussionspartner wahr – frustrierend für beide Seiten. Und das geht ja schon zuhause in der eigenen Familie los...

Die Jugendlichen haben Lust, sich mehr einzumischen

Positiv fanden die Jugendlichen Gesprächsrunden und Arbeitskreise zu gesellschaftlichen und politischen Themen oder auch Möglichkeiten in der Schule mitzuwirken, wie Klassensprecherwahlen oder Schulkonferenzen, in denen die Schülervertreter dann ein wirkliches Mitspracherecht haben. Wichtig sei, schon möglichst früh diskutieren zu lernen – zum Beispiel durch Ethikunterricht schon in der Grundschule, so ein Vorschlag.

Im Vergleich zu früher, das kam im gemeinsamen Gespräch klar heraus, haben sich die Gelegenheiten zur Mitsprache für Kinder und Jugendliche schon sehr verbessert. Aber, auch das war Konsens: Noch lange gibt es nicht genügend wirkliche Beteiligungsmöglichkeiten – dabei würden die Kinder und Jugendlichen es sehr begrüßen, auch mitdiskutieren und mitbestimmen zu können.

text: Schäfer/wolk; grafik: Tage des Interkulturellen Dialogs; fotos: Aydinlar