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Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Tiergartener Basketballer zeigen Kampfgeist und spielen weiter in der Oberliga

 
Das war knapp. Hätte das Spiel der Herrenmannschaft von TISC 99 gegen die zweite Mannschaft der Marzahner BB noch ein paar Sekunden länger gedauert, wäre der Klassenerhalt für die Basketballer womöglich noch einmal fraglich geworden. So stand es am Ende 75 : 72, und das bedeutet Tabellenplatz fünf und damit eine weitere Saison Spielberechtigung in der Oberliga Berlin. Damit geht die Erfolgsgeschichte des Tiergartener Internationalen Sport Club 99 weiter.

Es sind die Jungs von der Straße. Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich. Die meisten jedenfalls. Einige haben auch früher schon in anderen Vereinen gespielt, sind dann vor vier Jahren aber gerne zu TISC 99 gekommen, weil sie es dort sprachlich leichter hatten, zumindest aber nicht benachteiligt waren. Am Anfang stand ja die Idee, über den Sport etwas für die Integration ausländischer Jugendlicher zu tun. Die waren nicht schwer zu finden, denn die spielten auf der Straße und auf freien Plätzen und überall dort, wo sie einen Korb fanden oder aufstellen konnten.
 
Ziemlich schnell keimte dann der Wunsch, sich nicht nur im freien Training zu vergnügen, sondern auch am Spielbetrieb des Berliner Basketballverbandes teilzunehmen. Und damit begann einerseits viel organisatorische Arbeit und auf der anderen Seite eine Erfolgsgeschichte, wie man sie selten findet. Vier Jahre hintereinander stieg die Mannschaft auf: Angefangen von der Kreisliga, über die Bezirks- und die Landes- bis in die Oberliga. In diesem Jahr ging es nun im letzten Spiel in der Sporthalle des Französischen Gymnasiums zum ersten Mal nicht um einen weiteren Aufstieg, sondern darum, die Klasse zu halten.
 
Mittlerweile hat der Verein 120 Mitglieder aus 40 verschiedenen Nationen. Gespielt wird in drei verschiedenen Altersgruppen. Unterstützt und gefördert wird TISC 99 unter anderen von dem Verein "Bürgerstiftung", der sich besonders um die Bereiche Bildung, Schule und Jugend kümmert.

 
Und anders herum gibt TISC 99 auch etwas weiter: In der Grips-Grundschule und in der Fritzlar-Homberg-Grundschule bietet der Verein Basketball-AGs an. Das ist gut für die Schulen, aber auch gut für die sportliche Weiterentwicklung des Vereins, denn es wird in Zukunft auch darauf ankommen, den talentierten Nachwuchs aufzuspüren und für das Spiel zu begeistern.
 
 
Die Mannschaft braucht ein Zuhause
 
Die sportliche Weiterentwicklung wird nach den ersten Jahren des Erfolges selbstverständlich nicht leichter, sondern von Jahr zu Jahr schwieriger. Je weiter man aufsteigt, desto anspruchsvoller werden die Bedingungen. Da wäre beispielsweise das Problem mit der Heimspielstätte. Die gibt es nämlich genau genommen gar nicht. In dieser Saison musste TISC 99 bei den Heimspielen in vier verschiedenen Hallen antreten, in der Quitzowstraße und in der Rathenower Straße, beide in Moabit, und in der Lützowstraße und eben in der Derfflinger Straße in Tiergarten. Und das ist schon gewissermaßen ein Handicap.
 
Nicht nur, dass sich eine Mannschaft nicht in vier Hallen gleichzeitig zuhause fühlen kann, es geht auch um das Drum und Dran. Es geht beispielsweise darum, ein Spiel mit anderen gesellschaftlichen Events zu kombinieren, Essen und Getränke anzubieten, einen VIP-Bereich einzurichten - alles keine unwesentlichen Voraussetzungen, um Sponsoren anzulocken. Und Sponsoren - die wird man brauchen, um den gehobenen Ansprüchen zu genügen.
 
Ideal wäre, so Michael Klinnert vom Stadtteilverein Tiergarten und nach der Gründung von TISC 99 auch dreieinhalb Jahre dessen erster Vorsitzender, wenn die international besetzte Mannschaft die Sporthalle der Fritzlar-Homberg-Grundschule in der Lützowstraße als feste Spielstätte bekommen könnte. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das fängt schon damit an, dass es in dieser Sporthalle Zuschauerränge gibt, was die Stimmung während eines Spiels erheblich steigern kann. Außerdem könnten parallel zu den Heimspielen in der baulich wunderschönen Mensa der Schule weitere Veranstaltungen stattfinden, was den Bemühungen zugute käme, die Mensa stärker in den Mittelpunkt des Quartiers zu rücken. Dieser Raum solle zu einer Funktion entwickelt werden, wie sie früher mal die Ballhäuser hatten, also auch für Veranstaltungen eingerichtet werden wie Seminare, Tanzkurse, gehobene Parties und so weiter. Man könnte gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
 
Zum Erfolg gekämpft
 
Ihren Teil, die Erfolgsgeschichte des TISC 99 weiter zu schreiben, hat die Mannschaft im letzten Saisonspiel auf beeindruckende Weise geleistet. Nach dem ersten Viertel führte sie bereits 21:12, doch dann steigerten sich die Marzahner und holten immer weiter auf, 44:31 stand es zur Halbzeit und nur wenige Punkte trennten die Rivalen kurz vor Schluss. Doch als es um alles ging, in den letzten Sekunden, kämpften die Tiergartener und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Als dann das Schlusssignal ertönte, waren allerdings alle erleichtert.


 text/foto: Burkard Meise (QB 11)