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Die grüne Stadt: Mehr Flächen bei weniger Pflege?

Allein im Großbezirk Mitte sind fünf Quartiersmanagementgebiete eingerichtet worden. Nicht selten fehlt es in den Stadtteilen, die als besonders entwicklungsbedürftig eingestuft wurden, an Grünflächen. Was machen also die Quartiersmanager, wenn sie das Umfeld für die Anwohner verbessern wollen? Sie versuchen die Stadt zu begrünen und haben so tatsächlich allerlei Maßnahmen im öffentlichen Raum durchgeführt.
Nur läuft dieser erfreulichen Entwicklung eine andere dummerweise diametral entgegen: Die Bezirksämter müssen derartig am Personal sparen, dass speziell das Grünflächen-Amt schon mit der Pflege der bisherigen Anlagen überfordert wäre, geschweige denn dafür sorgen kann, die vielen neuen Flächen zu betreuen.
Um aus dieser paradoxen Situation herauszufinden, haben sich die fünf Quartiersmanagements aus Mitte einen Weg ausfindig gemacht, über den seit dem 1. Juni 2002 und noch bis zum 31. Mai 2003 gegangen wird. Insgesamt 40 ABM-Kräfte (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen) konnten für dieses Projekt gewonnen werden. Eine Verlängerung wird angestrebt, das heißt, im Juni wird wahrscheinlich eine Pause eingelegt und ab dem 1. Juli soll es dann weiter gehen.
Denn die Natur macht keine Pause, sie tut, was sie tun muss. Sie wächst und wächst und wächst und muss beschnitten werden und wuchert und lässt, wenn man nichts unternimmt, auch das Unkraut in die Höhe schießen.
Über 1,3 Millionen Euro hat die Aktion alles in allem gekostet, 90 % sind Lohnkosten und wurden vom Arbeitsamt übernommen, 10 % steuerten die Quartiersmanagements bei. Träger ist der Bildungsmarkt e.V. Dieser in solchen und ähnlichen Dingen erfahrene Verein sorgt für die buchhalterische Abwicklung und für fachliche Betreuung.
In Tiergarten Süd geht der Einsatz der ABM-Kräfte über die reine Pflege von Grünanlagen hinaus: Hier arbeiten auf diesem Wege junge Männer und Frauen auch in den Bereichen Kita Lützowstraße und Fritzlar-Homberg-Grundschule an der neuen Gestaltung der Freizeitflächen. Damit sich die Kinder beim Fußball nicht immer so zurückhalten müssen, bekommen sie jetzt einen Ballfangzaun und damit in der grauen Asphaltstadt nicht immer nur geradeaus laufen, einen multifunktionalen Kletterwald (siehe Foto).






