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Ein Netzwerk für die Eltern in Tiergarten Süd
Netzwerke sind wichtig für die Entwicklung des Stadtteils. Sie führen Akteure zusammen und schaffen die Basis für intensiven Informationsaustausch und das gemeinsame Herangehen an Problemlagen und Lösungsansätze. In Tiergarten Süd soll nun ein Netzwerk entstehen, dass die Bildungseinrichtungen, die Projekte vor allem mit der Zielgruppe Familien und Eltern, sowie Akteure der Jugend- und der Integrationsarbeit zusammenbringt.
Eine alltägliche Erfahrung in den Kindertagesstätten und Schulen ist die schwierige Erreichbarkeit von Eltern, insbesondere derer mit Migrationshintergrund. Sie anzusprechen und für eine Zusammenarbeit zu gewinnen ist schwierig. Effektive Angebote für Eltern gelingen aber nur dann, wenn diese eingebunden werden können, um ihren Bedarf zu äußern und mitzuwirken.
Zwar gibt es vielfältige Angebote für Eltern in den verschiedenen Bildungseinrichtungen und Projekten im Stadtteil, allerdings stehen diese noch relativ unverbunden nebeneinander. Um die Wirkung dieser Angebote zu verbessern ist es sinnvoll, den Informationsaustausch zwischen den Schulen, den Kitas, dem Familienbüro, dem Lotsen-Team, den Akteuren der Jugendarbeit und bestehenden Angeboten von Vereinen der verschiedenen Migranten-Communities zu intensivieren, um eine tragfähige Zusammenarbeit im Interesse der Eltern zu entwickeln.
Durch den Lokalen Bildungsverbund wurden hierzu im Rahmen des Gesamtvorhabens „Elternschule“ bereits erste Schritte unternommen Es wurde eine Befragung der Bildungseinrichtungen durchgeführt und es wurden Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Elternarbeit erarbeitet. Im Zusammenwirken mit der Volkshochschule Mitte wurde zudem ein Raum im Lernhaus zur Verfügung gestellt und ausgestattet, der Möglichkeiten für Gruppenarbeit, Zusammenkünfte von Eltern sowie Computerarbeitsplätze anbietet.
Weiterhin wurde eine zentrale Informationsveranstaltung für Eltern im Lernhaus durchgeführt, in der sich die Schulen, Kitas und verschiedene Projekte mit Elternbezug vorgestellt haben. Diese Veranstaltung, die von den Eltern gut angenommen wurde, hat gezeigt, dass eine Zusammenarbeit aller Akteure sinnvoll ist und gewünscht wird. Erstes Ziel des Projekts „Eltern-Netzwerk“ ist es deshalb, die begonnene Zusammenarbeit fortzusetzen und zu intensivieren.
Daneben sind weitere Projekte entstanden, die ebenfalls an verschiedenen Stellen Aufbauarbeit im Sinne eines Elternnetzwerkes geleistet haben, z.B. eine russische und arabischen Schulen der jeweiligen Migranten-Communities, ein Nachhilfeprojekt an den beiden Grundschulen, der geplante Familiengarten in der Kluckstraße, oder die Müttertreffs an verschiedenen Orten und Initiativen in den Bildungseinrichtungen.
Die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen sowie der eltern-, familien-, jugend- und integrationsbezogenen Projekte und Initiativen im Stadtteil soll dazu beitragen, die vorhandenen Angebote für Eltern
weiterzuentwickeln. Ein Beispiel wäre die bessere Verzahnung der Bildungs- und Jugendeinrichtungen mit Beratungs- und Vermittlungsangeboten des Familienbüros und des Lotsen-Teams.
Das dritte Ziel ist die gezielte Ansprache von Eltern, sie sollen schon in die Entwicklung der Elternangebote sowie von konkreten Möglichkeiten der Mitarbeit im Umfeld der Bildungs- und Jugendeinrichtungen einbezogen werden.
Hierzu laufen derzeit Informationsgespräche mit den verschiedenen Akteuren, um Kooperationsmöglichkeiten und -ansätze auszuloten. Anschließend soll eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen werden.
Ansprechpartner ist der Projektleiter Jörg Schulenburg, den Sie unter der Tel.-Nr. 25797914 erreichen können.






