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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

Eintritt frei: Magistrale 2004 - Kulturnacht in der Potsdamer Straße


Am 28. August ist es so weit: Zum zweiten Mal bittet die Potsdamer Straße zwischen Bülowbogen und Nationalgalerie zum Kulturfest. Nachdem die erste Magistrale im vergangenen Jahr von allen Beteiligten, den Anwohnern und dem Publikum als großer Erfolg wahrgenommen wurde, versprechen die Veranstalter in diesem Jahr "noch mehr Kunst & Events zwischen Hochkultur und Kiezoase". Über 80 Institutionen beteiligen sich, rund 150 Aktive führen etwas vor, bieten etwas dar oder laden zum Mitmachen ein. Die Magistrale ist ein gemeinsames Projekt des Quartiersmanagement Magdeburger Platz und des Kulturamt Mitte. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Das genaue Programm liegt in vielen Geschäften aus, hier seien nur ein paar Appetitanreger genannt: Ab 15 Uhr öffnen die Galerien und Ateliers, gleichzeitig startet der Wintergarten sein Hoffest mit Barbecue, kunterbunten Kinderspielen, Kinderzirkus, verschiedenen Führungen durch das Wintergarten-Varieté, einem Streifzug durch die Geschichte der Zauberei, verzauberten Mixgetränken, mit Swing und Jazz unterm echten Sternenhimmel. Ebenfalls um 15 Uhr beginnen drei Führungen durch die Gegend zwischen Lützowplatz und Gleisdreieck, Bülowbogen und Potsdamer Platz. Bei einem dieser Spaziergänge geht es dem Stadtforscher Otto Edel um die Kunst- und Kulturgeschichte der Potsdamer Straße, um historische Orte und Persönlichkeiten, Stadtentwicklung und Traditionen (Treffpunkt Potsdamer Straße 129). Für einen Rundgang durch Ateliers, Galerien, Künstlerhäuser und Ausstellungen erwartet die Kunsthistorikerin Constanze Musterer ihr Publikum am Lützowplatz 9, und zu einem weiteren Spaziergang trifft sich die Bildende Künstlerin Anita Staud mit allen Interessierten vor dem U-Bahnhof Bülowstraße.

Die Höfe

Ebenfalls um 15 Uhr starten zahlreiche Events, Ausstellungen und Performances im öffentlichen Raum, so dass das Festival an jeder Ecke präsent ist. Für manchen Kunstgenuss lohnt es sich allerdings auch, einen Blick oder mehr in die Höfe zu werfen. Hinterhöfe eignen sich besonders gut für Darbietungen, handelt es sich doch um begrenzte Räume unter offenem Himmel. Im Hof des Tagesspiegel steht das Anton-von-Werner-Haus, dort kann sich nachmittags jeder, der will, an verschiedenen Programmen mit interaktivem Malen beteiligen.

Die Höfe des Hauses Potsdamer Straße 98 sind als solche schon ein Ereignis. Vorbildlich restauriert geben sie eine Ahnung von der vergangenen Lebenswelt der Potsdamer Straße, die sich als Boulevard, je näher sie dem Potsdamer Platz kam, um so feiner herausgeputzt hat. Auch dort werden gleich mehrere Ausstellungen zu sehen sein, und dort wird auch der Verein "Die Kunst des Lebens Deutschland e.V." zwischen 19 Uhr und Mitternacht verschiedene Erfahrungen zum Thema Atmen, Meditation und Entspannung weiter geben, und einen "Lachworkshop" für all diejenigen anbieten, die etwas für ihre Bauchmuskeln tun wollen.

Kunsthof Fleischerei Staroske

"Ich halte die Magistrale für eine ganz tolle Veranstaltung, wie es sie in den letzten Jahren hier nicht gab, eine, die wirklich positiv für den Kiez ist", sagt Fleischermeister Jörg Staroske, weshalb er, wie im vergangenen Jahr auch diesmal wieder mitmacht. Spanferkel und Leberkäse aus eigener Produktion bietet er in seinem Hof an, in dem Rolf Hemmerich einen Skulpturengarten unter dem Motto "Von Fledermäusen und anderen Kreationen" aufbaut, in dem Wolfgang Albrecht Gedichte vorträgt und aus seinem neuen Roman "Die stille Revolution" liest, Gerd-Uwe Dastig Klavier spielt und Sara Kristina Albrecht eine Bilderschau mit dem Titel "Das schöne Schatten" präsentiert.

Rotlichtabend

Die Joseph-Roth-Diele, angeschoben seinerzeit aus Mitteln des Quartiersfonds, ist eine echte Bereicherung für die Potsdamer Straße, auf der schon immer die literarischen, journalistischen, die geschäftlichen und die unterhaltsamen Welten zusammen trafen. Gespannt sein darf man darauf, was hier ab 20 Uhr unter dem Motto "Rotlichtabend: gestaltet von Nachbarn und Freunden der Potsdamer Straße – mit freundlicher Unterstützung von TIP-Magazin" über die Bühne gehen wird.
Später dann, um 23 Uhr steht der "Kopulationsblues" auf dem Programm. Was man sich darunter vorzustellen hat? Den "Monolog einer Prostituierten auf der Potsdamer Straße, burlesk in Szene gesetzt von Ihre Frau Feucht". Alles klar?

Die U-Bahn-Bögen in der Pohlstraße

Die Magistrale, das ist nicht nur der Boulevard Potsdamer Straße, das ist auch die Umgebung derselben, also die Kurfürstenstraße, die Kluckstraße, die Pohlstraße, der Lützowplatz, der Magdeburger Platz – überall öffnen sich Veranstaltungsorte.
Zu den besonders bizarren Ecken gehört das Ende der Pohlstraße, wo die U-Bahn vom Gleisdreieck kommend durch ein Haus hindurch fährt und langsam in Richtung Kurfürstenstraße im Untergrund verschwindet. In den Bögen unter der U-Bahn arbeiten zahlreiche Maler und Bildhauer in ihren Ateliers. Die sind von Nachmittag bis Mitternacht geöffnet.
Auf dem Beach-Volleyball-Feld werden abends nach Einbruch der Dunkelheit Kurzfilme verschiedener Medienwerkstätten und Filmgruppen gezeigt, besonders gespannt sein darf man auf die Eindrücke, die den Tag über von der Magistrale gesammelt und auf DVD, VCD, VHS und so weiter gebannt wurden.
Und im Kunsthof der U-Bahn-Bögen wird zur Live-Musik getanzt: Bauchtanz, Flamenco, Samba und Tango. Das wird eine Open-End.Party, eine "Lange mediterrane Sommernacht" mit Speisen und Getränken. Die Magistrale 2004 wird erst dann zu Ende sein, wenn der letzte Gast müde nach Hause gegangen ist.


text: BuM (QB 17)