Top Themen
Aktuelle Veranstaltungen
Herzlich willkommen zur Eröffnung des neuen Nachbarschaftstreffs im Familiengarten Kluckstraße!
Antragsschluss für den Bezirkskulturfonds 2012
Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
Rückblick auf eineinalb erfolgreiche Jahre: „Elterncafés und Elternkreise“ - das ist von Juni 2009 bis Ende 2010 alles gelaufen
Das Projekt „Elternkreise und Eltern-Cafés an acht Orten im Quartier am Magdeburger Platz“ begann seine Arbeit am 3. Juni 2009 und lief bis Ende 2010.
Wie im Projektantrag formuliert, zielt dieses Projekt auf den Aufbau und die inhaltliche Weiterentwicklung von Elterncafés und Elternkreisen in Tiergarten-Süd.
Die Elterntreffs sollten folgende Funktionen erfüllen:
- Eröffnung von Begegnungs-, Gesprächs- und Informationsmöglichkeiten für Eltern
- Förderung der Eigeninitiative und Teilhabe insbesondere von Eltern mit Migrationshintergrund
- Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und Kitas
Konkrete Arbeit in den Treffs
Vier der Elterntreffs bestanden schon vor Projektbeginn und wurden weiter gepflegt und gefestigt, drei wurden in den Kitas neu aufgebaut. Die Arbeit in den Treffs im Überblick:
Elterncafé in der Kita Sonnenschein (jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 9 – 11 Uhr. Nur für Kita-Eltern, es sei denn, es finden Themenveranstaltungen statt.)
Pohlstr. 87
10785 Berlin
Das Elterncafé in der Kita Sonnenschein ist prima angelaufen, hat im Laufe der Zeit Dank der fleißigen, engagierten und ideenreichen Arbeit der Leitungsmutter, Fr. Šošo, sowie der tatkräftigen Unterstützung und Wertschätzung der Elternarbeit an der Kita durch die Leitung, Frau Piotrowski und Frau Schippel, und die ErzieherInnen nicht an Elternbesuchern gelitten, sondern im Gegenteil zugenommen und die Frequenz der treffen verdoppelt. Das Elterncafé ist sehr gut aufgestellt und die Beteiligten möchten es auch weiterführen.
Sehr erfreulich: Um die Arbeit im Elterncafé weiterführen zu können, wurde eigens eine neue Stelle für Elternarbeit an der Kita geschaffen – so wird die ehrenamtlich begonnene Arbeit der Leitungsmutter nun auch honoriert und fortgesetzt.
Elterncafé an der Kita Maulwurf (jeden 2. und 4. Montag im Monat, 15 – 17 Uhr; offen für alle Interessierten)
Derfflinger Str. 21
10785 Berlin
Das Elterncafé läuft gut dank der engagierten Arbeit der Leitungsmütter und der großartigen Unterstützung der Integrationserzieherin Daniela Röder, die das Elterncafé begleitete, an der Umsetzung mitwirkte und die Eltern mobilisierte, was nicht immer leicht war. Es gab einige Treffen, an denen die Leitungsmütter auch mal allein da saßen, ebenso auch Treffen, die sehr gut besucht waren. Alles in allem denke ich, die Arbeit hat sich gelohnt, die interessierten Eltern finden den Weg ins Elterncafé und haben interessante Diskussionen geführt und Veranstaltungen besucht.
Das Elterncafé wird weitergeführt werden, da der Sinn der Elternarbeit an der Kita auch wertgeschätzt wird und Fr. Röder interessante Angebote macht. Auch die Leitungsmutter, Fr. Thimm, wird weitermachen – wie gehabt sind die Treffen immer am 2. und 4. Montag im Monat.
Elterncafé an der Kita Kibiluga (wechselnde Zeiten, offen für alle Interessierten)
Bissingzeile 15 – 19
10785 Berlin
Das Elterncafé an der Kita Kibiluga lief im Vergleich zu den anderen Cafés nicht so gut – was nicht an der Leitungsmutter Frau Kadumi lag, sondern eher daran, dass nicht die gesamte Belegschaft hinter dem Projekt stand.
Ob das Projetk weiter geführt wird, ist noch unklar.
Elterncafé an der Fritzlar-Homberg-Grundschule (mittwochs von 15 – 17 Uhr, für Eltern der Schulkinder)
Lützowstr. 84
10785 Berlin
Das Elterncafé existierte bereits vor Projektbeginn. Frau Leyla Tuncel betreute es engagiert und hatte das Vertrauen der Eltern gewonnen, so dass hier eine gute Basis für die Intensivierung der inhaltlichen Arbeit mit den Eltern vorhanden war.
Eine Besonderheit der Schule ist die im Jahr 2010 erfolgte Fusion mit der benachbarten Grips-Grundschule, die zu ganz speziellen Problemen und Chancen vor Ort führte.
Dazu kam das 2010 in direkter Nachbarschaft eingerichtete Asylheim, in dem auch Kinder untergebracht sind, die nun die Schule besuchen – eine teils brisante Situation: Die Neulinge sind Außenseiter, wohnen im Heim, sprechen ebenso wie ihre Eltern kaum Deutsch... Eine Elterncafé-Veranstaltung im Dezember diente zum Kontakt-Aufnehmen, gegenseitigen Kennenlernen von Eltern und auch Lehrern, Schulsozialarbeitern, Streetworkern und Eltern und dazu, Probleme und Wünsche anzusprechen und nach Lösungen zu suchen. Hieraus ergaben sich wieder Aufgaben, die im neuen Jahr angegangen werden.
Insgesamt war das Elterncafé ein beliebter Treff, den Fr. Tuncel bis zum Sommer gemeinsam mit den Leitungsmüttern geleitet hat. Nach den Sommerferien und dem Umzug des Elterncafés in einen neuen Raum der Schule verlief die Arbeit erst ein wenig schleppend, doch im Herbst und Winter fanden sehr gute Veranstaltungen statt, die den Eltern und der Schule dienlich waren. Schade, dass die Zusammenarbeit beendet ist. Fr. Schmidt-Gödelitz und Fr. Manz von EC-Team werden die Elternarbeit sicher hervorragend und mit Herz und Verstand fortsetzen.
Elterncafé an der Grips-Grundschule Berlin (wurde nach der Fusion an den Schulstandort Tiergarten Süd – ehemals FHG - verlegt)
ehemals Kurfürstenstr. 53 – 55, nun Lützowstr. 84
10785 Berlin
Bis zum Umzug der Grips-Grundschule an den neuen gemeinsamen Standort in der FHG gab es ein eigenes Eltercafé der Grips-Grunschule. Im März 2010 fand eine Begegnungsfeier der Eltern aus beiden Schulen statt, um die Besucher/innen aus beiden Schulen miteinander bekannt zu machen, die Bedürfnisse und Erfahrungen der Eltern aus beiden Schulen zusammen zu bringen und eine gemeinsme weitere Elternarbeit zu starten.
Elternkreis in den U-Bahn-Bögen (jeden Samstag von 15 – 17.30/18 Uhr, seit Oktober 2010 donnerstags 9.30 - 12 Uhr, offen für alle Interessierten)
Pohlstr. 11
10785 Berlin
Der Elternkreis in der Pohlstraße 11 ist aus der Elternarbeit des Jugendteams heraus entstanden und aufgebaut worden. Es wurde installiert mit Hilfe der engagierten Arbeit von Frau Tuncel und den Leitungsmüttern Frau Chahrour, Frau Halal und Frau Mroueh getragen.
Alles in allem war der Elternkreis in der Pohlstr. 11 ein beliebter Elternkreis mit vielen Gesprächen, reichlich Essen und zumeist auch vielen Kindern, in dem thematische Angebote/Termine gerade auch rund ums Thema „Erziehung“ gerne angenommen wurden.
Als Treff während der Woche ist Elternarbeit effektiver als am Wochenende, da die Eltern während der Kinderbetreuungszeit besser unter sich sind. Der Treff wird nach dem Projektende leider nicht mehr weitergeführt.
Elternkreis im Nachbarschaftstreff (jeden Dienstag von 10 – 14 Uhr, offen für alle Interessierten)
Pohlstr. 89
10785 Berlin
Der Elternkreis im Nachbarschaftstreff ist ein langjährig bestehender, gut besuchter Treff von Frauen, wo es immer sehr lebendig zugeht. Hier wird gefühstückt und diskutiert, jeder ist willkommen. Vielleicht traut man sich als Neuling nicht so herein und trifft auf eine zunächst nur türkischsprechende Gruppe, aber deutsch geht natürlich ebenso und Gastfreundschaft und Herzlichkeit konnte ich hier immer erfahren. Ich mache mir keine Sorgen darüber, dass der Treff nicht weitergeht. Er ist eine Art Institution geworden, wo man immer mal kurz oder länger hereinschneien kann, einen Tee trinkt und sich austauscht. Auch die Veranstaltungen zu verschiedenen Themen sind immer sehr gut besucht worden. - Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen von Eltern, Leitungsmutter (Fr. Özmen) und Gründer des Treffs (Hr. Aydinlar).
Elternkreis in der Kluckstraße 11 (jeden Samstag von 15.30 – ca. 19 Uhr, offen für alle Interessierten)
10785 Berlin
Der Treff in der Kluckstr. ist ebenso wie der Nachbarschaftstreff ein langjährig bestehender Treff, der auf Initiativen von Herrn Aydinlar hin schon vor Projektbeginn bestand und auch nach Projektende weiter bestehen wird. In der Mehrzahl treffen sich türkische Frauen. Fr. Gidici, Leitungsmutter des Elternkreises in der Kluckstr. 11, ist eine wirklich hervorragende Mittlerin und war eine zuverlässige Mitarbeiterin. Vielen Dank für ihr Engagement.
Arbeit der Koordinatorin – Bericht der Projektleiterin Yasmin Masch
Die Anschubphase und das Anlaufen in den Elterncafés und –kreisen kostete nicht nur sehr viel Mühe und Durchhaltevermögen, sondern ebenso Zeit.
Ich habe in der Anfangsphase die neu gegründeten Elterncafés immer begleitet, um mit den Leitungsmüttern gemeinsam Gespräche zu führen, zu organisieren, zu planen, zu initiieren und zu motivieren. Die Erfahrung zeigte: Wenn in der Auftaktveranstaltung eines Elterncafés viele Eltern da sind, heißt das noch lange nicht, dass diese selbstverständlich das nächste Mal wiederkommen.
Eine gewisse Frustrationstoleranz, Zeit und Geduld, die alle Beteiligten aufbringen mussten, war einfach notwendig, damit die Bekanntheit eines Elterncafés weiter wuchs, im Kleinen ein Stammklientel gebildet werden konnte – und wenn es anfangs nur zwei Frauen waren. Mit ihnen und der engagierten Arbeit konnten mehr und mehr Elternteile angesprochen werden.
Daher war es auch meine Aufgabe, die Leitungsmütter und Stellvertreterinnen der nicht von Anfang an so gut laufenden Treffs zu motivieren.
Aber wer glaubt schon, dass Elternarbeit ein einfaches Vorhaben ist und Elterntreffs von der ersten Stunde an nur gut besucht sind! Das ist nicht möglich, das zeigt die Erfahrung. Es ist eine Anlaufzeit vonnöten, in der viele Gespräche laufen, Bedarfe herausgefunden werden und viel Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenster Form unternommen werden muss.
Zur konkreten Arbeit in den Elterncafés und Elternkreisen gehörten:
- Mitwirkung an den Vorgesprächen mit den Einrichtungen / Akteuren (Leitungen, Erzieherinnen, Lehrerinnen)
- Laufende Abstimmungsgespräche mit Leitungen, Erziehern und Projektmitarbeitern
- Gespräche mit der Erzieherschaft zur konkreten Arbeit der Elterncafés und Elternkreise und zur Vermittlung des Projektziels an das Einrichtungsteam
- Akquise von ehrenamtlich arbeitenden Elternteilen
- Erarbeitung eines Flyers im Team für jedes Elterncafé
- Coaching der Leitungsmütter und Stellvertretenden zur Leitung eines Elterntreffs, zu den Zielen, Verantwortlichkeit, Gesprächsführung, Initiative und Mitnahme anderer Elternteile, Themenveranstaltungen vorbereiten und moderieren
- Enge Absprachen, Planungen in Teamsitzungen und Gesprächen, Mails mit den Leitungsmüttern
- Hilfestellung bei Rechnungsstellungen der Leitungsmütter, die für ihre Arbeit eine Entschädigung erhalten, etc.
- Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
- Gespräche mit Leitungsmüttern wie auch mit Eltern in den verschiedenen Treffs um sich gegenseitig kennen zu lernen, Vertrauen zu schaffen, zuzuhören, für Themen zu sensibilisieren, Angebote zu erstellen, vorzustellen und zu realisieren
- Recherche zu Themen und Referenten sowie Kooperationspartnern im Kiez.
Ansprache der Referenten und Kooperationspartner, Projektvorstellung, Themenumriss und Absprache, Terminfindung, Erstellung einer Themenankündigung, Versand an alle Leitungsmütter, Netzwerkpartner, Interessierte und ans QM zwecks Veröffentlichung auf der Website.
Mündliche Terminweitergabe, Aushang in den Elterntreffs durch Leitungsmütter bzw. durch mich.
Abwicklung des Werkvertrages und der Rechnungszahlung - Darüber hinaus Teilnahme an den monatlichen Treffen der Sitzungen des Arbeitskreises Eltern (kurz AKE: eine Zusammenkunft der Netzwerk-Partner/Beteiligten des Elternnetzwerks im Kiez) sowie an den ebenfalls monatlich stattfindenden Sitzungen der Eltern-Arbeitsgruppe (kurz Eltern-AG: eine Zusammenkunft der Leitungsmütter aus den Elterncafés und Elterkreisen im Stadtteil)
Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmals an alle, die zur erfolgreichen Arbeit der Elterncafés und Elternkreise beigetragen haben:
Ohne die tatkräftige Unterstützung aller Kooperationspartner, der engagierten Leitungsmütter, des QM-Teams und der Fördermittelgeber hätten wir das nicht umsetzen können - ein herzliches Dankeschön an sie alle!






