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Februar 2003: Eröffnungsfeier zum Semesterbeginn und: „Unser Ausland“ – Wanderausstellung im Lernhaus

 
Die Tür zum Lernhaus Pohlstraße 60/62 steht allen offen - dort kann man zum Beispiel Sprachen oder den Umgang mit dem Computer lernen, die Medienwerkstatt nutzen oder sich im Serviice-Büro über das Angebot informieren.

Im Lernhaus in der Pohlstraße hat das Quartiersmanagement Magdeburger Platz ein Dienstleistungsbüro eingerichtet. Außerdem wurden über die Winterwochen einige Klassenräume renoviert. Und am 17. Februar beginnt das neue Semester der Volkshochschulen. Grund genug eigentlich, ein Fest zu feiern. Und dann kommt auch noch eine wunderbare Ausstellung ins Lernhaus: "Unser Ausland". Am 20. Februar ist Party.
 
An manchen Tagen kommen über 250 Leute ins Lernhaus, darunter ungefähr hundert, die deutsch als Fremdsprache lernen, aber auch viele Deutsche, die polnisch, französisch, spanisch, arabisch oder eine andere Sprache lernen wollen. In zwölf Räumen werden pro Tag drei Kurse angeboten. Viele der Sprachschüler werden dadurch, dass sie ins Lernhaus kommen, auch auf den Computersalon aufmerksam, manchmal kommen Gruppen aus den Schulen, um sich ebendort in die genau genommen ja gar nicht so geheimnisvolle Welt des Computers und des Internets einweihen zu lassen.
 
Die Nachfrage auf diesem Gebiet ist so groß, dass ein zweiter Computerraum (der erste ist finanziell vom Quartiersfonds gefördert worden) mit Rechnern, die verschiedene Banken aus ihrem Bestand gestiftet haben, eingerichtet werden musste. Jeden Mittwoch ist Zeit für die "Medienwerkstatt" und regelmäßig arbeitet die Redaktion Internetauftritt, eine Arbeitsgruppe, die über das Quartiersmanagement organisiert wird. Wer sich über all diese Dinge informieren will, wer Interesse hat, einen Kurs zu besuchen oder in einer Arbeitsgruppe mitzumachen, dem steht das Service-Büro im Lernhaus offen – dort gibt es Auskunft.
 
Wir mit anderen Augen
Und jetzt ist es auch noch gelungen, die Ausstellung "Unser Ausland" ein paar Wochen im Lernhaus zu zeigen. Initiator ist der Verein "Gesicht zeigen", der sich gegen Fremdenfeindlichkeit engagiert. Was wird zu sehen sein? Zunächst einmal ein Wohnzimmer, ein seriöses typisch deutsch eingerichtetes Wohnzimmer mit einem Fernsehapparat. Nicht gerade der neueste Typ, muss man sagen, eher in der Art, wie wir es aus den 50er und 60er Jahren kennen, als ein Fernseher noch ein Möbelstück sein musste. Und auf dieser Mattscheibe laufen zwölf verschiedene Kurzfilme von jeweils zehn Minuten. Und jeder dieser Filme erzählt von einer Perspektive auf unser Land.
Das heißt, es erzählen beispielsweise ein in Deutschland arbeitender KfZ-Mechaniker aus Sierra Leone, wie ihn deutsche Kunden immer wieder nach dem Chef fragen. Oder ein indischer Innenarchitekt beschreibt, wie er deutsche Gemütlichkeit wahrnimmt. Es geht um Deutschland – gesehen aus zwölf verschiedenen Blickwinkeln. Die Ausstellung wird als so gut gelungen angesehen, dass sie in ganz Deutschland gezeigt wird. Sie kommt aus Leipzig und wandert weiter nach Köln – schön, dass sie eine Zwischenstation in der Pohlstraße einlegt. Vom 7. Februar bis zum 7. März. Und das Fest wird am 20. Februar gefeiert. Ab 17 Uhr.  
 
text/foto: BuM