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  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Französisch in Kita und Grundschule - eine gute Sache!

 
"Das neue Profil wird akzeptiert"
Interview mit Frau Braun
(Leiterin INA Kindergarten Lützowstraße)


– Wieso haben Sie sich entschlossen, deutsch-französische Gruppen in ihrem Kindergarten zu eröffnen?
Die Frage vor einem Jahr war, welches Profil wir unserer Kita verschaffen könnten, um unsere Kinderzahlen und somit auch unser Personal zu halten. Es ging darum, ein für Eltern interessantes Profil zu entwickeln. Damals kontaktierte uns Miriam Mueller vom Verein Initiale und schlug eine Ausrichtung hin zu deutsch-französischen Sprachangeboten vor. Die Entscheidung für Französisch war auch sehr im Sinne unseres Trägers INA, der für Sprache steht. Der Grundgedanke des Projekts, bildungsnahe Schichten im Stadtteil zu versorgen, war uns auch sehr nahe. Durch die Verbindung von Kita, Grundschule und Gymnasium wird das nun realisiert.

– Hat das Angebot dazu geführt, dass sich neue Eltern für die Kita interessiert haben?
Ja, wir hatten eine sehr große Resonanz, das Angebot hat sich schnell herumgesprochen. Innerhalb von 10 Tagen waren alle 15 Plätze in unserer ersten deutsch-französischen Gruppe vergeben.

– Wussten die Eltern, die ihre Kinder in der bilingualen Gruppe angemeldet haben, von der Vernetzung mit der Grips Grundschule und dem Französischen Gymnasium?
Im ersten Jahr noch nicht, es gab Eltern, die zu uns kamen, weil sie eine Vorbereitung auf die deutsch-französische Europaschule für ihre Kinder wünschten. Von der Grips Grundschule wussten diese Eltern oft nichts. Jetzt im zweiten Jahr ist die Vernetzung für die Eltern deutlich zu erkennen und wird positiv aufgenommen.

– Sie haben ja außer den deutsch-französischen Gruppen noch sechs weitere Gruppen. Sind die deutsch-französischen Gruppen da nicht die "Exoten" innerhalb der Kita?
Wir haben ein Gruppen übergreifendes Französisch-Konzept. Das heißt konkret, wir haben eine französische Muttersprachlerin eingestellt, die in alle Gruppen geht. Sie bleibt immer 1 Woche pro Gruppe und macht mit den Kindern Spiele, Kunst- und Märchenprojekte, Museumsbesuche. Dann wechselt sie zur nächsten Gruppe. Ziel ist, die Kinder spielerisch an die französische Sprache heranzuführen. Außerdem haben wir ein Konzept in unserem Kindergarten, nachdem alle Gruppen stark kooperieren.
 

Spiele auf Französisch
Interview mit Laurence Emile-Besse,
Sprachattachée im Institut Français


– Warum ist das Institut Français Kooperationspartner für das Projekt "Einführung von Französisch-Sprachlernangeboten in Tiergarten Süd" geworden?
Wir haben innerhalb Berlins bestimmte Schwerpunktzonen für die Einführung der französischen Sprache in Schulen festgelegt. Dazu gehört Marzahn/Hellersdorf und auch Tiergarten Süd.

– In welcher Form unterstützt das Institut Français das Französisch-Projekt in Tiergarten Süd?
Wir unterstützen, indem wir das France Mobil in die Schulen schicken. Das heißt, ein junger Franzose kommt, macht mit den Kindern Spiele auf Französisch und wirbt so für die Einführung der französischen Sprache. Außerdem unterstützen wir das Projekt in finanzieller Hinsicht, z.B. indem wir Schulungen für Lehrer und Erzieher mitfinanzieren.

– Wie sehen Sie insgesamt die Situation der Französisch-Sprachangebote in den Grundschulen hier in Berlin?
Es geht darum, die Anzahl der Schüler, die Französisch lernen und die Zahl der Lehrer stabil zu halten. Dies gelingt und verbessert sich noch, wenn das France Mobil eine Schule besucht. Statistisch gesehen kann man sagen, dass die Zahl der Schüler, die sich für Französisch entscheiden um 30 Prozent steigt, wenn France Mobil eine Schule besucht hat. Sehr wichtig ist aber, dass wir weiterhin die Unterstützung der Senatsschulverwaltung für die fortführenden Französisch-Angebote an den Oberschulen bekommen.
 

"Die Chance wurde von den meisten gesehen"
Statement von Frau Flemig,
Schulleiterin Grips-Grundschule


"Wir denken, dass wir die Elternschaft, die hier im Kiez lebt und sich eine Grundschule mit einem Sprachangebot wünscht, eher hier halten können als vorher. Eine besondere Chance ist ja auch, dass wir hier ein vernetztes Französisch-Angebot haben: von der zweisprachigen Gruppe im INA Kindergarten über unsere Schule bis zum Französischen Gymnasium.
 
An der Schule selbst bieten wir nun Französisch ab der ersten Klasse an. Erstmal in AG-Form und dann ab Klasse drei als regulären Unterricht. Auf einer Gesamtkonferenz hat das Kollegium auch zugestimmt. Die Chance wurde von den meisten gesehen. Allerdings wird das Projekt für viele Kollegen erst jetzt durch die Anwesenheit von Frau Stöcker, unserer Französischlehrerin, konkret."
 

text: BuM (QB Bildung Sept. 2006)