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Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
Ein Jahr Frauentreffs im Kiez: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
"Wir wollen erreichen, dass Menschen in einem Quartier sich für ihr Quartier interessieren , dass sie sich einmischen und mit entscheiden, wie die Entwicklung vor Ort weiter geht." - Dieses Zitat von Ingeborg Junge-Reyer, der Senatorin für Stadtentwicklung Berlin, ist die eine Seite des Projekts "Elternbildung und Elternaktivierung im Kiez".
Die andere Seite ist, dass Eltern aus migrantischen Familien sich oft nicht so gut auskennen mit dem Bildungssystem, in dem ihre Kinder stecken, mit dem Gesundheitssystem in Deutschland, mit Möglichkeiten, sich selbst fortzubilden... Und das Interesse an Möglichkeiten, sich in diesen und weiteren Bereichen schlau zu machen und vor Ort mitzumischen, ist durchaus groß!
Im Juni 2006 startete deswegen in verschiedenen Einrichtungen gleich mehrere Projekte. In zwei Kitas, dem Nachbarschaftstreff und in einer Jugendfreizeiteinrichtung treffen sich seitdem Frauen und tauschen sich aus.
Neben dem gemütlichen Beisammensein geht es dort auch darum, sich kennen und vertrauen zu lernen, einander zu erzählen und sich gegenseitig Tipps zu geben, gewonnene Erfahrungen auszutauschen, davon zu profitieren und im Kiez Verantwortung zu übernehmen.
Besuche von Bildungs- und Beratungseinrichtungen aus dem Kiez sind bei den Frauentreffs hoch willkommen: So hat sich ein Bildungsprojekt im Christlichen Jugenddorf CJD vorgestellt, das Lernhaus mit der City-VHS, das Familienbüro, die Jobleitstelle BEAM und die Stadtteilmediation waren zu Besuch. Und das zeigt Wirkung: Einige Frauen haben beispielsweise an Deutsch- oder Computerkursen im CJD und im Lernhaus teilgenommen.
So etwas ist wichtig: Denn auch das Thema Bildung im Stadtteil spielt immer wieder eine Rolle - sowohl in der Schule oder Kita als auch für die Erwachsenen selber. Ziel ist es zu signalisieren, dass eine Unterstützung der Schulkinder auch zuhause dringend notwendig ist und dass die Mütter selbst mit ihrem Lern-Einsatz Vorbilder sein können. In diesem Zusammenhang entstand auch ein "Bildungsflyer" in mehreren Sprachen.

- Einfach schön: Mit alten Freundinnen zusammenkommen - und neue finden
Neben den gut besuchten Treffen - dienstags und samstags sind jeweils etwa 20 bis 30 Frauen mit von der Partie! - gibt es auch andere Angebote: Der regelmäßig stattfindenden Qui-Gong-Kurs findet großen Anklang, ebenso war es mit dem zweimonatige Gesundheits-Projekt rund um den Jahreswechsel 2006/2007, demnächst soll es Informationen rund um Suchtprobleme geben, und weitere Projekte sind in Planung.
Dass die Teilnehmerinnen durchaus großes Interesse daran haben, ihren Kiez auch selber mitzugestalten, zeigt sich an der überraschend regen Beteiligung von Migranten bei der letzten QuartiersRats-Wahl: Viele gaben ihre Stimme ab, um ihre Interessen vertreten zu lassen, andere ließen sich als Kandidaten aufstellen - und sind stolz, nun ihr Amt als gewählte QuartiersRäte auszuüben.
Was mit sehr kleinen Gruppen im ganz lokalen Rahmen und oft über Mund-zu-Mund-Propaganda vor einem Jahr begonnen hat, trägt inzwischen Früchte auf unterschiedlichen Ebenen. Wir freuen uns sehr, dass die Elterntreffpunkte heute ein fester Bestandteil des Kiezlebens geworden sind - und von den Teilnehmerinnen selbst ausgebaut und mitgestaltet werden.












