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Großes Herz, gute Tat

Ehrenamtliche Arbeit ist für die Menschen, denen sie zu Gute kommt, mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Im Elisabeth Seniorenstift sind es die manchmal die kleinen Momente, auf die es ankommt.

Ingeborg Neumann: der Engel vom Elisabethstift

„Bekomme ich auch ein Autogramm?“, fragt jemand Frau Neumann, als wir vor dem Café des Elisabeth Seniorenstifts ein Foto schießen. Im Seniorenwohnheim gibt es kaum jemanden, der Ingeborg Neumann nicht kennt. 13 Jahre kam die 70-jährige 5 Tage in der Woche, um ehrenamtlich bei der Versorgung und Betreuung der Bewohner zu helfen.

Zu dieser Aufgabe kam Frau Neumann eher zufällig. Als ihre Freundin verstarb, die sie fast täglich im Stift besucht hatte, wurde sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte es mal zu versuchen. „Sport und Gymnastik habe ich gemacht, gekocht, und gebacken, aber auch Einkäufe erledigt und die Frühstücksgruppe unterstützt. Und an den Sonntagen natürlich beim Vorbereiten für die Kirche geholfen. Was eben so zu tun war.“

„Unser Engel. Auf Frau Neumann war einfach immer Verlass.“, erzählt die stellvertretende Heimleiterin, Frau Dshanojan. Um so schwerer war es für die Bewohner und Bewohnerinnen, als die 70-jährige selbst erkrankte.
Lungenentzündung. 5 Wochen Klinikaufenthalt. Danach konnte Ingeborg Neumann nicht mehr allein nach Hause und entschied sich wieder ins Elisabethstift zu gehen. Diesmal als Bewohnerin.

Helfen als Lebensmotto
Dennoch unterstützt Frau Neumann die Stiftbewohner noch immer, sei es durch ein liebes Wort oder ein paar Tipps für die neuen Ehrenamtler.
Sie ist eben fit geblieben, habe schließlich ihr ganzes Leben lang Sport gemacht, erzählt der leidenschaftliche Hertha BSC-Fan. Trotzdem freut sie sich nun auch mal mit einer ehrenamtlichen Helferin eine Partie Rummikub zu spielen. Eine größere Runde ist bereits geplant. Sie jedenfalls freut sich über die Besuche und Unterhaltungsangebote der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. „Viele denken, das würde sehr viel Zeit kosten. Dabei reicht ja schon eine Stunde in der Woche.“
„Neben einem großen Herz braucht man auch die
Fähigkeit mitzufühlen, aber nicht mitzuleiden“, stellt Frau Dshanojan fest. Ansonsten ist jeder, der sich regelmäßig einbringen möchte, gern will-
kommen.  

Adresse finden Sie im Beitrag "Ansprechpartner zu den Scherpunktthemen".

mitte(n)dran; text: J.W.