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Henner Kuckuck: Skulpturen und Collagen


Die Kluckstraße 6 ist als Kunstadresse noch nicht bekannt, selbst wer zufällig vorbeikommt, muss schon sehr interessiert in die Fenster schauen, um zu erkennen, dass hier nicht ein Makler oder ein Versicherungsagent sein Büro, sondern ein Künstler seine Ausstellungsräume hat.
Diese Nutzung der Geschäftsräume ist ja auch neu. Seit dem 31. März stellt Henner Kuckuck "Skulpturen und Collagen" aus. Zunächst war die Ausstellung nur bis Ende April geplant, aber jetzt hat sich Henner Kuckuck entschieden, sie noch zu verlängern.

"Ich will hier bleiben", sagt Henner Kuckuck, "ich will das hier als meine Plattform nutzen." Wo sollen die Leute auch sonst seine Skulpturen anschauen? In seinem Atelier in den U-Bahn-Bögen in der Pohlstraße 11? Da muss er ja arbeiten, da ist es zu eng, da haben die Skulpturen ja keinen Raum um sich herum, zu dem sie sich verhalten, zu dem sie eine Spannung entwickeln können.
Henner Kuckuck arbeitet mit Industriematerialien wie Stahlblech und Aluminium. Er schneidet sie und stanzt, er biegt und raut auf oder poliert, er fügt zusammen und entwickelt freie plastische Figuren, die bei allen disparaten Details sich doch dem Betrachter gegenüber als Einheit behaupten.

Zwanzig Jahre hat der gebürtige Berliner in New York gelebt, bevor er vor vier Jahren zurück in seine Heimatstadt kam. Bevor er in den 1960er Jahren hier an der Hochschule der Künste Bildhauerei studierte und schließlich Meisterschüler von Professor Hans Uhlmann wurde, hatte er schon zwei Jahre Architektur studiert.
 
Die Großskulptur, die Bestimmung des Raumes, hat ihn immer interessiert, auch als er nach seinem Studium zunächst zwölf Jahre in Berlin arbeitete. Vor dem Institut für Physik und Chemie stellte er eine kinetische Großplastik auf, die sich im Wind bewegt, und er gestaltete den Platz. Auch die Gestaltung des U-Bahnhofs Deutsche Oper ist von ihm, und natürlich hat er auch in Amerika einige plastische Großformen aus Stahl, Aluminium und Marmor im Außenraum hinterlassen.

Sieben Jahre hat er sich mit Möbeldesign beschäftigt, und dann "obwohl es schon eine schöne Sache ist, einen Stuhl zu bauen, auf dem man sitzen kann, gemerkt, dass ich eher Bildhauer bin. Es hat mich befriedigt, als ich es gemacht habe", aber dann wollte er wieder freier sein.

Berlin ist ja zur Zeit nicht unbedingt die Stadt, die Geld für Kunst im Außenraum ausgeben will oder kann. Aber das Gejammere hierzulande, das strengt ihn schon sehr an. Seine Frau sei Amerikanerin, sagt er, und die könne das schon gar nicht verstehen. Die schlechte Laune schade doch nur.
Da muss er eben wieder in die Ferne schweifen. Von hier aus. Zur Zeit nimmt er an einem Wettbewerb teil. In China. Die Chinesen wollen sich für die Olympiade noch was leisten. Es wäre nicht sein erster Erfolg in China. Auch das Museum in Guillin hat schon eine Skulptur von Henner Kuckuck gekauft und ihn mit einem Skulptur-Preis ausgezeichnet.

Dass er die Räume in der Kluckstraße nutzen kann, ist auch der Unterstützung der "DEKV Versicherungen" zu verdanken, die von ihm nur die Bewirtschaftungskosten, aber keine Miete verlangt. Jahrelang war es nicht gelungen, die Räume zu vermieten, und nun wäre eine langfristige Nutzung durch Henner Kuckuck auch im Sinne der DEKV.

Wer seine "Skulpturen und Collagen" ab Mai noch sehen will, sollte sich anmelden unter der Telefonnummer 0179 – 78 33 733. Weitere Ausstellungen sind geplant.


text/foto: BuM (QB 28)