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Top Themen

  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

Vom Kiez in die Welt: Die Johanniter-Unfall-Hilfe

Das Jahr 2010 begann mit einer Naturkatastrophe, die die Welt erschütterte. Am 12. Januar zerstörte ein Erdbeben der Stärke 7 die Regionen um Haitis Hauptstadt Port-au-Prince. Ca. 300.000 Menschen kamen dabei zu Tode, weitere 300.000 litten unter schweren Verletzungen, schätzungsweise 1,2 Mio. Menschen verloren ihr Zuhause. Spenden und Katastrophenhilfe kamen aus der ganzen Welt. Natürlich auch aus dem Kiez rund um die Potsdamer Straße. Genauer gesagt, aus der Lützowstraße 94. Dort in der Bundesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe sitzt nämlich auch die Auslandshilfe und koordiniert Krisen-Einsätze in 20 verschiedenen Ländern der Welt.

Wiederaufbau und Ersthilfe: Internationale Einsätze der Johanniter
Neben medizinischer Nothilfe leisten die Mitarbeiter der Johanniter auf Auslandseinsätzen zusätzlich auch Wiederaufbau-Maßnahmen und helfen das Versorgungsnetz vor Ort zu stabilisieren. Dazu gehört auch die Schulung von Hilfskräften im Krisengebiet, sowie die Eindämmung von Seuchengefahr, aber auch orthopädische Hilfe, z.B. bei Schwerverletzten und Amputationen. Das Hilfskonzept basiert auf den Erfahrungen im Inland.

Mit ca. 29.000 ehrenamtlichen und 12.000 hauptamtlichen Mitarbeitern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Deutschland in über 200 Orts- und 9 Landesverbänden organisiert. Ehrenamtliche kommen sowohl in der Seniorenhilfe, Hospizarbeit, im Rettungs- und Sanitätsdienst, aber auch im Bevölkerungsschutz und der Aus- und Weiterbildung zum Einsatz. Wer ein Ehrenamt aufnimmt, der bekommt logischerweise kein Geld für seine Leistungen, geht aber auch nicht leer aus. In den Aus- und Weiterbildungsseminaren an den JUH-Akademien werden die freiwilligen Helfer gründlich vorbereitet. Viele junge Menschen, die beispielsweise eine Ausbildung im medizinischen Bereich ins Auge fassen, können dort wertvolle Erfahrungen sammeln.

Johanniter-Unfall-Hilfe in Berlin: Ehrenamt für Jung und Alt
Im Ortsverband Berlin Mitte strebt beim wöchentlichen Zugabend fast jeder der jüngeren Besucher ein Studium oder eine Ausbildung in diesem Bereich an, sei es die Lehre beim THW oder das Medizinstudium. Andere wiederum sind selber schon mal auf die Unfall-Hilfe angewiesen und danach hinzugestoßen.

Was auffällt, ist der kameradschaftliche Umgang miteinander. Auch wenn das Thema, um das es beim heutigen Abend geht – Diabetes Mellitus – alles andere als komisch ist. Zeit für ein Scherzchen muss sein. Und so wird kurzerhand an einem Schluck Bionade demonstriert, wie man angeblich früher den Urin auf Zucker untersuchte.
Der Abend dient auch neuen Interessierten einmal herein zu schnuppern, genau wie den alten Hasen, um sich über Einsätze in der Vergangenheit auszutauschen. Auch wenn für die Jüngeren hier bisher alles noch sehr ruhig verlief, z.B. als Sanitätshelfer auf der langen Nacht der Museen, mache man sich bei schwierigen Fällen schon so seine Gedanken. Schön ist es dann, wenn man mal im Nachhinein ein positives Feedback bekommt. Wenn z.B. ein betrunkener Teenager, der in der Nacht kaum ansprechbar war, am nächsten Tag vorbeikommt, um sich zu entschuldigen. Noch besser, er bliebe gleich ganz und würde sich der Johanniter-Jugend, dem Nachwuchs-Verein, anschließen. Schließlich kommen die Ehrenamtler öfter zum Einsatz, als einem im Alltag manchmal bewusst ist, z.B. beim Berlinmarathon im September.
Generell scheinen sich die Menschen auf Großveranstaltungen schon sicherer zu fühlen, wenn sie wissen, dass Hilfskräfte am Ort sind. Gerade wenn man die Ereignisse auf der Loveparade in Duisburg aus dem Sommer noch in Erinnerung hat.

Und natürlich schweißt die gemeinsame Arbeit auch zusammen. Das Klima unter den Ehrenamtlern ist sehr freundschaftlich. Auch privat wird was zusammen unternommen, Grill- und Sommerfeste organisiert. Gerade für jüngere Menschen, die in ihrer Freizeit nach einer erfüllenden und sinnvollen Aufgabe suchen, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt, ist die Johanniter-Unfall-Hilfe vielleicht ein guter Einstieg in das erste Ehrenamt.  

Wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen, an einem der Zugabende – montags um 1930 Uhr in der Zinnowitzer Straße 1 – vorbeizukommen.

Für die Jüngeren hält die Seite www.johanniter-jugend.de wichtige Infos und Adressen bereit.

mitte(n)dran 03; text: J.W.