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Jugendaustausch: Zu Gast beim TISC

 
Zehn Tage waren sie zu Gast in Berlin -
24 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus Jerusalem. Basketballspieler mit Freunden oder Freundinnen. Ihr gastgebender Club war der Tiergartener Internationaler Sportclub (TISC). Sie haben gemeinsam trainiert, sie haben in der Fritzlar-Homberg-Grundschule ein Turnier ausgespielt, sie haben in den U-Bahnbögen am Ende der Pohlstraße zusammen eine Party gefeiert und sie sind auch mal einen Abend gemeinsam um die Häuser gezogen. Gibt es im nächsten Jahr ein Wiedersehen in Jerusalem, wird der TISC nach Israel reisen?
 
Seit 1969 organisiert der Landessportbund jährlich den Jugendaustausch zwischen Jerusalem und Berlin. Es geht um Begegnungen, die die Zukunft der Beziehungen beider Länder zum Guten hin unterstützen sollen.
 
In diesem Jahr sollten es Basketballer sein, und der Verein auf Berliner Seite TISC, das ist der Verein mit jener Erfolgsmannschaft, die vor vier Jahren aus Straßenspielern zusammengestellt werden konnte und auf Anhieb eine beispiellose Aufstiegsserie hinlegte. Vier mal in Folge konnte die nächst höhere Spielklasse erreicht werden. TISC - das ist aber auch ein Verein, in dem 40 verschiedene Nationalitäten vertreten sind. Viele der jugendlichen Sportler kommen aus der Türkei oder aus arabischen Ländern, die ihrerseits in keinem spannungsfreien Verhältnis zu Israel leben. Doch all das spielte offenbar bei der Begegnung im August in Berlin keine Rolle.
 
"Ich fand das ganz prima, dass mal so viele ethnische Gruppen vertreten waren", sagt Herr Däubner, der für den Landessportbund schon seit vielen Jahren mit der Organisation des Jugendaustauschs befasst ist, "gedacht war das ja mal, um mit der deutschen Vergangenheit einen Umgang zu finden. Viele Palästinenser sind ja inzwischen auch Deutsche, und die wenigsten haben überhaupt noch nachgefragt, woher kommst du oder woher kommst du. Und das ist ja das Beste, was man erleben kann."
 
Das jeweilige Gastgeberland kommt für die Kosten im Lande auf, die Reisekosten übernimmt der Landessportbund. Dafür hat der LSB bisher Zuschüsse vom Berliner Senat bekommen. Bis vor zwei Jahren. Dann fielen auch die dem zum Opfer, was man den Sparzwang nennt. Doch die Finanzmisere sollte nicht das Ende des Jugendaustauschs sein, "wir wollten das aufrecht erhalten", sagt Däubner.
 
Am letzten Tag wurden die Gäste im Integrationszentrum verabschiedet, sie dankten für die Gastfreundschaft und betonten ihrer Hoffnung auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Jerusalem. Auch der LSB dankte, nämlich dem Stadtteilverein Tiergarten für die Unterstützung und die Organisation von Teilen des diesjährigen Programms. Und dann gab's im Nachbarschaftstreff noch was zu essen.
Aber ob die Jungs und Mädchen von TISC im nächsten Jahr tatsächlich nach Jerusalem reisen können - das ist leider auch von der Politik abhängig. Nicht von Haushaltslöchern und Finanzmiseren, sondern von Krieg und Frieden.
 

text: BuM - Quartiersblatt 13