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    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Juni 2003: Zwei vom Quartiersfonds unterstützte Investitionen…


Kindertagesstätte Lützowstraße 61a

Ausgerechnet wenn die Sonne schien, konnten die Kinder in der Lützowstraße 61a nicht draußen spielen. Es gab zu wenig Schatten im Hof der Kindertagesstätte und folglich war es zu heiß. Das wird sich jetzt nach einigen vom Quartiersfonds finanzierten Umgestaltungen ändern. An einem Samstag im Mai wurde der neue Hof mit einem Fest eingeweiht.

Ein Sonnensegel wurde aufgespannt, eine Pergola aufgestellt, an der künftig Wein ranken wird, Birn- und Apfelbäume wurden gepflanzt, eine Steinlandschaft angelegt, und bald wird auch noch ein Wasserspiel dazu kommen. Und was ist ein Fühlweg? Ein Fühlweg ist ein Weg, auf dem die Kinder barfuß und mit geschlossenen Augen gehen und dabei fühlen können, über welches Material sie geraden schreiten. Also Holz oder Holzwolle, Baumrinde oder Sägemehl, Tannenzapfen oder Laub. Und wenn sie es längst auswendig können, was da ausgelegt worden ist, dann ist es ein leichtes, die Materialien auszutauschen.
Die Kindertagesstätte liegt gewissermaßen im Innenhof eines größeren Wohnkomplexes, der 1988 im Zusammenhang mit der Internationalen Bauausstellung geplant und 1992 fertig gestellt und eingeweiht wurde.

Die 137 Kinder kommen aus sage und schreibe 23 Nationen. Die Leistung, die hinter diesen beiden Zahlen steckt, wird durch die Tatsache, dass die Aufgaben der Integrationsarbeit eher wachsen denn abnehmen, aus dem Blickfeld verdrängt. Das Gelingen ist eben nur selten eine Nachricht. Aber vielleicht ist das ja auch gut so, dass das, was die vier Kindertagesstätten und die beiden Grundschulen in Tiergarten Süd leisten, als selbstverständlich angesehen wird.

"Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder in ihrer Herkunftssprache Identität entwickeln können", sagt Frau Braun, die Leiterin. Sie und ihr Team (20 Erzieherinnen und 4 Reinigungskräfte) haben den pädagogischen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Sprache und die Sprachkompetenz gelegt. Es ist ihnen wichtig, dass die Kinder zweisprachig aufwachsen. "Wir nötigen die Kinder nicht, unbedingt deutsch zu sprechen, im Gegenteil, wir versuchen sprachliche und kulturelle Elemente ihres Herkunftslandes in die pädagogische Arbeit einfließen zu lassen – mit Liedern, Versen, Büchern, Beachten von Festen und Feiertagen und so weiter."

Grips-Grundschule

Es hat sich noch nicht so recht eingespielt, die Kinder stehen am Ende der Pause in der Schlange vor dem neuen Holzhäuschen an der Grips-Grundschule und wollen ihre Spielgeräte wieder abgeben, damit sie rechtzeitig zum Unterricht in den Klassenräumen sind. Seit kurzem können sie ihre Pause aktiv gestalten, das heißt mit Spielgeräten, die vor allem zu zunächst ungewohnten und Geschicklichkeit erfordernden Fortbewegungsarten anregen sollen. Also Stelzen beispielsweise oder kleine Bretter mit vier Rädern, auf denen man aufrecht stehen und durch möglichst gleichmäßige Bewegung der Füße die Räder antreiben muss. Ohne die Balance zu verlieren, versteht sich.
Für weniger als 10.000 Euro wurde das Häuschen gebaut und für circa 8.000 Euro wurden die nach pädagogischen Gesichtspunkten ausgesuchten Spielgeräte angeschafft. Das Geld kam auch hier aus dem Quartiersfonds.

Aktive Pausengestaltung – damit wollen die Lehrer der Grips-Grundschule die Energien der Kinder ins Spielerische leiten, bevor sie sich in Aggressionen ausleben können. Die friedliche Atmosphäre an der Schule, die wolle das Kollegium erhalten, sagt Frau Rosenkranz, die Schulleiterin. Die Voraussetzungen dafür seien ja sehr gut: Die Schule liege im Grünen, das Gebäude sei saniert und in gutem Zustand, die Schülerzahl übersichtlich, alle Kinder kennen alle Lehrer und alle Lehrer kennen alle Kinder.
Es sind nur 300 Kinder, aber die kommen aus immerhin ungefähr 30 Ländern. Und auch hier ist die tagtägliche Integrationsleistung schon selbstverständlich geworden und zu bewundern.

Mit Hilfe des Quartiersmanagement möchte sich die Grips-Grundschule nun verstärkt als lesende Schule profilieren. Denn wer schlecht liest, hat Chancennachteile. Es sollen also Lesecken eingerichtet, Bücherregale angeschafft und natürlich Bücher gekauft werden, 25 pro Klasse. Das Kollegium will die Förderung des Lesens zu einem zentralen Punkt seiner pädagogischen Arbeit machen.

Was wir schon immer mal wissen wollten: Warum heißt die Grips-Grundschule eigentlich Grips-Grundschule? Weil die Lehrer die pädagogische Konzeption des Grips-Theaters auch als die ihren ansehen. So was ähnliches hatten wir uns gedacht.
 


 
 
 

text/fotos: BuM - Quartiersblatt 12