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Juni 2004: Neue Eindrücke vom eigenen Quartier beim Kiezspaziergang mit Stadträtin

 
Am 9. Juni nutzten Anwohner die Gelegenheit, mit Stadträtin Dorothee Dubrau und Vertretern des QMs einen Kiezrundgang zu machen, aktuelle Themen zu diskutieren und Neues kennen zu lernen.
 
Ein Spaziergang, auf dem man einerseits Neues vor der eigenen Haustüre kennen lernt und andererseits gleich die "richtigen Leute" dabei hat, um Fragen zur eigenen Wohngegend zu stellen: Das gibt´s nicht so oft!

Deswegen waren am 9. Mai etwa 25 Kiezbewohner und Vertreter aus dem QM und der Verwaltung zusammen gekommen, um gemeinsam mit Baustadträtin Dorothee Dubrau einen Rundgang durchs Quartier rund um die nördliche Potsdamer Straße zu machen.
 
Gut gelaunt starteten sie vom QM-Büro aus - und das Wetter sollte ihnen hold sein: An einem Tag mit ständigen Schauern hatten sie genau die gut zwei Stunden erwischt, an denen sogar mal die Sonne heraus kam.

Straßenmeister Joachim Eck ergriff ohne Zögern die Gelegenheit, der Stadträtin seine Arbeit vorzustellen: Er sorgt im Auftrag einiger Hauseigentümer für Sauberkeit an der Potsdamer Straße, hat auch guten Kontakt zu den Gewerbetreibenden und hält schon mal Leute freundlich zu mehr Rücksicht an, die selbst oder "per Hund" die Gehwege verschmutzen.

Am westlichen Teil der Kurfürstenstraße ging´s engagiert um Verkehrsplanung: Einige Anwohner befrüchteten trotz der inzwischen übers QM eingebauten hubbeligen "Aufpflasterungen", dass - spätestens wenn der Tunnel unter dem Potsdamer Platz fertig ist - die Straße zum Schleichweg für Autokolonnen wird.
QM-Mitarbeiter und Verwaltungs-Vertreterinnen versprachen, die Situation weiter im Auge zu behalten.

Dass auch eine termin-gebeutelte Stadträtin sich über eine ebenso leckere wie gesunde Stulle freut - spendiert von Mitarbeitern der Joseph-Roth-Diele an der Potsdamer Straße - ist klar...
 
Am bald fertig restaurierten Eckhaus direkt am Landwehrkanal zur Potsdamer Brücke hin ließen sich die Rundgangs-Teilnehmer über den Stand der Dinge informieren, bevor sie den unglaublichen Ausblick von den beiden Terrassen im obersten Stock des Gebäudes genossen.

Panorama pur - wer hier mal die Büros bezieht, kann über die Aussicht wirklich nicht meckern!
Wann hat man schon mal einen Blick rundum über Berlin - nicht zu vergessen die ungewohnte Perspektive auf das eigene Wohnhaus oder ganze Straßenzüge?

Den Abschluss bildete ein Schwenk über die Lützowstraße, wo noch kurz die Umgestaltung der Stadtteilbücherei begutachtet wurde.

Die eigentlich für nach dem Spaziergang geplante Diskussionsrunde fiel extrem kurz aus: Wegen der angeregten Gespräche schon unterwegs hatte sich die Kiezrunde doch sehr in die Länge gezogen. Die leicht erschöpften Läufer genossen im Integrationszentrum an der Pohlstraße nur noch dankbar die angebotenen Getränke, um sich dann auf den Nachhauseweg zu machen.
 
Einen neuen Blick auf den eigenen Kiez haben wohl alle auf dem Rundweg gewonnen: Die Anwohner haben einen Einblick in die Planungen des QMs oder des Bezirksamtes erhalten, und so mancher wird jetzt wohl bisher eher versteckte Planungen vor Ort fast ein bisschen gespannt mitverfolgen. Und auch umgekenrt gilt natürlich dasselbe: Anregungen aus der Anwohnerschaft sind den QM- und Verwaltungs-Leuten sehr willkommene Denkanstöße.
 
Wann Sie das nächste Mal Gelegenheit haben, bei einem solchen Kiez-Spaziergang mit dabei zu sein, steht zwar noch nicht fest.
Aber keine Angst: Wir informieren Sie natürlich rechtzeitig hier übers Internet, wenn es so weit ist!

text/fotos: wolk