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Juni 2005: Einladung zum Offenen KlangKunst-Atelier 2005 für Kinder und Jugendliche
Offenes KlangKunst-Atelier 2005
Werkstatt: HÖREN/GESTALTEN
Teilnehmer: 10-12 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Teilen von Berlin-Mitte
Ort: Heilandskirche, Chorsaal, Thusnelda-Allee Ecke Alt-Moabit, Berlin-Tiergarten
Zeit: 18. - 31. Juli 2005 (Mo-Fr 10-13 Uhr + 15-18 Uhr / Sa+So 14-18 Uhr)
Diese Initiative ist auf mehrere Jahre ausgelegt. Sie soll Kinder und Jugendliche aus "kulturell benachteiligten Vierteln" mit Klangkunst sowie künstlerischer Wahrnehmung und Gestaltung der akustischen Umwelt in Kontakt bringen und - zunächst in der Gruppe - zum eigenkreativen, gestalterischen Umgang mit den äußeren Gegebenheiten anregen. Die Kooperation mit Schulen, Verbänden und Initiativen ist ausdrücklich erwünscht.
Die Teilnehmer sollten möglichst aus unterschiedlichen Kiezen stammen. Sie werden durch eine Ausschreibung aufmerksam gemacht und zu einem kurzen Vorbereitungsgespräch mit dem Atelierleiter, dem Klangkünstler Thomas Gerwin eingeladen. Bestimmte Teile der Aktion sind immer wieder öffentlich, die Klangkunst-Installationen sind allgemein zugänglich. Treff- und Ausgangspunkt der Aktionen ist ein fester Raum, der zu festen Zeiten (zunächst vom Kursleiter, später auch von Gruppenmitgliedern) besetzt ist.
Die Teilnehmer werden zunächst an vier aufeinanderfolgenden Vormittagen in das Thema "Akustische Ökologie" anhand von praktischen Übungen (Hörschule) und anschließender Reflexion sowie Strukturierung des Erlebten eingeführt. An die Vormittagsarbeit schließt sich nachmittags eine akustische Exploration der Umgebung an, die die Teilnehmer einzeln oder paarweise nach bestimmten Vorgaben durchführen. Am jeweils nächsten Vormittag werden die Erlebnisse und Ergebnisse in der Gruppe gemeinsam ausgewertet.
Während der Einführungsphase wird durch die Berichte über die örtlichen Erkundungen eine Art akustische Landkarte der verschiedenen Soundscapes (Klangklimata) erstellt.
In der zweiten Phase des offenen Klangkunst-Ateliers werden Kunstaktionen im öffentlichen Raum ausgeführt. Es werden nun verschiedene Orte ausgesucht, deren Klangwelten möglichst unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Die Kunstaktionen bestehen darin, die Klangumgebungen mit Mikrophonen aufzunehmen und in einem kleinen Computer-Tonstudio im Gruppenraum, idealtypisch weiter zu bearbeiten. Diese Aufnahmen werden nun mittels kleinen CD-Spielern und Aktiv-Lautsprechersystemen in ein möglichst unterschiedliches Klangklima akustisch verpflanzt. Auf diese Weise wird die Aufmerksamkeit an bestimmten, öffentlich zugänglichen Orten (Pausenhof einer Schule, Eingangsbereich eines öffentlichen Gebäudes, Innenhof oder Toreingang einer großen Wohnanlage, die Umgebung des Gruppenraumes selbst usw.) auf das Phänomen der akustischen Umwelt gerichtet und die Wahrnehmung geschärft. Die Installationen sind zeitlich limitiert (jeweils mehrere Tage) und werden jeweils durch eine kleine öffentliche Aktion der Gruppe "eingeweiht" und beendet werden. Die Inbetriebnahme und Wartung der Klanginstallationen erfolgt gemeinsam durch die Gruppenmitglieder.
Die Arbeit des offenen Klangkunst-Ateliers soll nicht nur akustisch, sondern auch visuell für eine spätere kleine Ausstellung dokumentiert werden.
>>> Anmeldung bei:
Thomas Gerwin, Tel. 397417-34 (AB), Fax 397417-35, email: inter.art.project@t-online.de
mehr Informationen unter www.inter-art-project.de
Eine Veranstaltung des Instituts für multisensoriale Kunst in Zusammenarbeit mit der Heilandskirche. Gefördert durch den Bezirkskulturfonds Berlin-Mitte 2005.






