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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

Lützow ist nicht gleich Lützow - eine kleine Namensgeschichte von Straße, Ufer und Platz

 
Lützowstraße, Lützowplatz, Lützowufer – all das liegt in einem Kiez (oder doch knapp neben der Quartiers-Grenze), aber das "Lützow" meint doch nicht das selbe: Zu unterscheiden ist zwischen dem ehemaligen Dorf Lucene, 1239 erstmals erwähnt, und dem Freiherrn Ludwig Wilhelm Adolph von Lützow, dem 1782 geborenen Offizierssohn und späteren Kavallerieleutnant.
Diesem militärischen Akteur – bekannt vor allem als Vertreter der nationalen Befreiungsbewegung gegen die napoleonischen Truppen – ist der seit 1869 so genannte Lützowplatz gewidmet. 
 

Lützowufer und -straße jedoch gehen auf das erwähnte Dörfchen zurück, das sich sprachgeschichtlich von Lucene über Lietze, Lützen, Lietzow schließlich zu Lützow (seit ca. 1775) entwickelte. Bis 1558 unterstand die Ansammlung von Häusern dem Nonnenkloster St. Marien in Spandau, im Jahr 1695 wurde der Ort Eigentum der Kurfürstin Sophie Charlotte – Zeichen dessen war der Bau des Schlosses Lützen- oder auch Lietzenburg.
Die neben dem Schloss entstandene Siedlung erhielt schließlich den Namen Charlottenburg nach der Kurfürstin, und das erwähnte Dörflein und dessen Bewohner wurden 1719 in den neuen Ort eingemeindet.

Ufer und Straße führen von außerhalb in den ehemaligen Ort, was auch die Namensgeschichte der Lützowstraße zeigt: Bis 1842 war sie als Lietzower Weg und bis 1867 als Lietzower bzw. Lützower Wegstraße bekannt.
 
Anzunehmen bleibt, dass die Ahnen des Freiherren von Lützow wahrscheinlich dem Ort gleichen Namens entstammten...
 

text/fotos: msch