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März 2005: Fußballfeld vorerst gesichert!

Das Bangen hat ein Ende: Seit dem 14. März ist klar, dass Kinder und Jugendliche den Bolzplatz an der Pohlstraße auch in diesem Jahr weiter nutzen können.
Das stellte sich bei einem Treffen im Bezirksamt heraus: Baustadträtin Dorothee Dubrau, Vertreter des bezirklichen Stadtplanungsamts, des Quartiersmanagements und des Stadtteilvereins Tiergarten hatten sich mit Mitarbeitern aus dem Berliner Liegenschaftsfonds zusammengesetzt, um über die Zukunft des Geländes zu beraten. Wenn Sie mehr über die Hintergründe des Streits wissen möchten, klicken Sie HIER.
Die derzeitige Lage ist folgende: Inzwischen hat der Mieter der Halle, der dringend eine Zufahrt zu einer der umliegenden Straßen für die Nutzung dieser Halle benötigt, einen Kaufantrag für das gesamte Grundstück gestellt. Das gesamte Grundstück: das heißt nicht nur der Boden, auf dem die Halle selbst steht, sondern dazu gehört auch das Fußballfeld.
Unklar ist jedoch, was hier entstehen soll. Denn das jemand ein innerstädtisches Areal, auf dem man Wohnhäuser oder Gewerberäume bauen dürfte, lediglich für einen Parkplatz oder eine Zufahrt erwerben möchte, scheint doch relativ unwahrscheinlich. Klarer wird das beim Blick auf den Preis für ein solches Filetstück: Der kann pro Quadratmeter schon mal bei 3.000 bis 3.500 Euro liegen, je nach Nutzung sogar darüber...
Was entstehen soll, das interessiert natürlich auch das Stadtplanungsamt. Schließlich handelt es sich beim Gebiet östlich der Potsdamer Straße um ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet, und das sollte auch so bleiben. Eine gewerbliche Nutzung für die Gegend zwischen Lützow-, Flottwell- und Pohlstraße, die natürlich auch Zuliefer- und Kundenverkehr mit sich bringt, könnte diese langfristig geordnete städtebauliche Lösung blockieren.
Abhängig ist die Zukunft des Areals auch davon, was zukünftig an der Flottwellstraße entstehen wird. Wieviel Gewerbe ist hier sinnvoll? Wie geht man mit dem Verkehr um – gerade auch im Hinblick auf die geplanten Sport- und Freizeitflächen auf dem Gleisdreieck-Gelände gleich nebenan? Oder wird es vielleicht doch so weit kommen, dass irgendwann die Berliner Innenstadt zur Maut-Zone für Autofahrer wird? Ungeklärte Fragen, die dennoch schon jetzt mit in die Überlegungen mit einbezogen werden sollten.
Dennoch: Der Liegenschaftsfonds gerät unter Druck, da er – solange es keine Zufahrt zur von ihm derzeit vermietete Hallengrundstück hinter dem Bolzplatz gibt – keine Miete einfordern kann. Eine Lösung muss also her, und die zeichnet sich auch schon ab.
Die nötige Zufahrt wird voraussichtlich ein kleines Stück des Bolzplatzes bzw. des BMX-Hügels "abzwacken", so dass Kinder und Jugendliche hier weiter Fußball-Tore schießen können. Diese Zufahrt liegt noch außerhalb der im vergangenen Jahr erst angelegten Gehweg-Verbreiterungen, die ja in den kommenden Jahren nicht angetastet werden dürfen.
Und: Der Stadtteilverein soll zumindest einen Teil der Kosten übernehmen, die dem Liegenschaftsfonds entgehen, weil er das Gesamtgrundstück erst mal nicht vermieten oder sogar verkaufen kann. Wie hoch dieser Beitrag ist, wird noch verhandelt.
Auch für die Zukunft des Bolzplatzes gibt es zwei wichtige Fürsprecher auf Bezirksseite: Das Jugendamt kann das Gelände aus Geldmangel zwar nicht in sein Fachvermögen aufnehmen und so sichern, spricht sich aber ebenso wie Baustadträtin Dubrau sehr für den Erhalt dieser Freizeitmöglichkeit aus.
Zumindest die kommende Fußball-Saison ist also nun gesichert – Grund zum Feiern für alle kleineren und größeren Bolzplatz-Fans, Gratulation!!!






