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    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Magistrale - Kunst und Kultur in der Potsdamer Straße 2008: Kunst im Brennpunkt

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Herzlich willkommen zur magistrale 2008!
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„Die Kunst schleicht sich ein in den Alltag der Potsdamer Straße“, heißt es in der Pressemitteilung zur diesjährigen magistrale am 13. September. Die Kunst „wird zur Ware im Supermarkt und zur Illusion an Häuserfassaden, zeigt ungewöhnliche Ansichten in Schaufenstern und wirkt entspannend im Schlafcafé. Das Geldziehen am Bankautomaten wird zum Rollenspiel und der Besuch im Krankenhaus zum Galerierundgang.“ Um 10 Uhr morgens geht es los, und dann immer weiter bis spät in die Nacht.

Die magistrale wird schon zum sechsten Mal veranstaltet. Initiiert wurde sie 2003 vom Quartiersmanagement Magdeburger Platz. Das eintägige Festival sollte das Bewusstsein dafür stärken, wie viele Künstlerinnen und Künstler in dem Gebiet rund um die Potsdamer Straße leben und arbeiten. Und es sollte den Dialog zwischen Bewohnern und Künstlern einleiten. Und nicht zuletzt sollte es auch das Image nicht nur nach innen, sondern auch nach außen aufpolieren.

„Kunst im Brennpunkt“ heißt das Motto der magistrale 2008. Eine Vorbereitungsgruppe aus Kunst- und Kulturschaffenden und Bürgerinnen und Bürgern haben die Eckpunkte des Programms erarbeitet, Nina Korolewski organisiert das Fest.

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Stärker als in den vergangenen Jahren kommt in diesem Jahr der Dialog ins Spiel. Und zwar schon im Vorfeld der Veranstaltung. Es werden nicht nur leer stehende Räume als Galerien genutzt, sondern „kontextbezogene Arbeiten mit den Geschäftsinhabern diskutiert“, so Nina Korolewski. „Kunst im Brennpunkt“, das heißt auch Kunst im Dialog. Wenn es also in diesem Jahr wieder Schaufenstergalerien und Installationen zu bestaunen gibt, oder Kunstaktionen in den Geschäften, dann sind die Betreiber stärker als zuvor daran beteiligt.

Mehr als hundert Künstlerinnen und Künstler präsentieren in diesem Jahr sich und ihre Werke an ungefähr fünfzig verschiedenen Orten. So wird der 13. September zu einem Samstag „der verfremdeten Wirklichkeit im vertrauten Kiez“. An der Ecke Bülowstraße wird beispielsweise von Silke Bauer und Betty Rothe Hanbaba eine Art Eingangssituation durch einen Filmdreh inszeniert, ein „Eingriff in das Straßengeschehen“. Die Kunst schleicht sich in die Potsdamer Straße.

Insgesamt wird die magistrale 2008 kürzer, kompakter und auch übersichtlicher sein, als die beiden letzten Veranstaltungen. Dass sich das künstlerische Leben nicht nur auf Tiergarten konzentriert, sondern auch im Schöneberger Teil der Potsdamer Straße eine starke Realität ist und eine Bezirksgrenze letztlich für das Leben einer Straße nur eine beliebige Verwaltungsgrenze ist, waren gute Gründe, warum sich das QM Schöneberger Norden in den Jahren 2006 und 2007 dem erfolgreichen Kunstfest anschloss, und diese Gründe sind auch in diesem Jahr nicht falsch. Allerdings war aus vielen Reaktionen des Publikums zu hören, dass sich die Veranstaltung dadurch räumlich zu sehr in die Länge zog.

Weil Projekte aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ nicht über fünf Jahre hinaus gefördert werden dürfen, musste in diesem Jahr vor allem auf ehrenamtliche Arbeit gesetzt werden. So sehr eine auslaufende Förderung auch zu bedauern ist – diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die magistrale als ursprüngliches Projekt des QM in die Hand der ansässigen Kunst- und Kulturschaffenden und der Bürger übergegangen ist.

Das Programm und mehr: www.magistrale-kulturnacht.de

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Nina Korolewski

Nina Korolewski
Nina Korolewski

Es scheint, als habe Nina Korolewski verschiedene berufliche Zwischenräume besetzt. Vor zwanzig Jahren kam sie aus Niedersachsen nach Berlin, um Germanistik und Philosophie zu studieren. Ihr Geld verdient sie aber, wie sie sagt, im IT-Bereich, früher in Agenturen, seit etwa zehn Jahren im Umfeld von Bildung, Kommunikation und Neuen Medien.
Sie hat ein Netzwerk gegründet, das heißt „adhoc.slash-tmp“. Auf ihrer Visitenkarte stehen die Stichworte „konnektiv. interdisziplinaer. genre- und grenzüberschreitend. video object foto graphic istallation sound performance.“

Für die Aufgabe, die magistrale zu organisieren, bringt sie allerlei nützliche Erfahrungen mit. So arbeitet sie teilweise in Festanstellung als Projektmanagerin, lehrt als Dozentin an der Universität der Künste, hat verschiedentlich Kulturveranstaltungen gemanagt, seit etwa fünf Jahren auch im Gebiet der Bildenden Kunst, und das immer mal wieder auch ehrenamtlich. Und zu alledem ist sie auch noch betriebswirtschaftlich fit.

Das heißt, Nina Korolewski hat einige Fähigkeiten auf sich vereint, die sich für gewöhnlich auf mehrere, sehr unterschiedliche Menschen verteilen. So sieht sie ihre Aufgabe darin, „die Schnittstelle zwischen Kunst und Realität zu sein“, die Anliegen der Künstler zu formulieren, aber auch das Interesse der Künstler für ihre Umgebung zu wecken, beispielsweise, wenn sie Projekte zur Zwischennutzung leer stehender Räume oder Gebäude entwickelt.
Das Motto der magistrale 2008 „Kunst im Brennpunkt“ auch als Kunst im Dialog zu interpretieren, liegt ihr besonders am Herzen. „Mir ist wichtig, dass die Projekte interdisziplinär und international sind.“

text: BuM (QB 39); fotos: magistrale-kulturnacht.de