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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Möbelhäuser mit Tradition prägen die Genthiner Straße

100jährige Familiendynastien und Newcomer in der Genthiner Straße

Möbel Hübner Um die Jahrhundertwende herrschte Aufbruchstimmung in der Möbelbranche. Der Tischler Karl Hübner eröffnete 1908 sein erstes Möbelgeschäft in der heutigen Pohlstraße. Sein Geschäft expandierte rasch, er hatte ein Gespür für publikumsnahe Wirkungen der Werbung. Bereits 1926 nutzte er die neuen Möglichkeiten der Rundfunkwerbung, seine so genannte „Rundfunkküche“ avancierte bald zum Stadtgespräch.

Ein anderer Tischler, Arno Türklitz, hatte auch die Zeichen der Zeit erkannt und leitete erfolgreich sein Möbelgeschäft in Brandenburg an der Havel. Man lernte sich kennen – so auch Sohn Emil Türklitz und Tochter Gertrud Hübner. Aus beiden wurde ein Paar.

Im Zweiten Weltrieg fiel Karl Hübner. Bomben zerstörten große Teile der ehemals großbürgerlichen Wohngegend in Tiergarten Süd. Arno Türklitz übernahm die Leitung des Hauses und baute das Möbelgeschäft großflächig aus – der Möbelstandort Genthiner Straße entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte.
Das Familienunternehmen hat sich im Wettbewerb mit den großen Unternehmen der Branche bis heute erfolgreich behaupten können. Nach dem 100jährigen Jubiläum im Jahre 2008 übernahm Albert Türklitz, Sohn von Achim Türklitz, der das Unternehmen als Nachfolger seines Vaters Arno geführt hatte, als Geschäftsführer die Leitung von Möbel-Hübner.

Möbel Krieger
Ebenfalls in der Genthiner Straße, gleich gegenüber von Möbel-Hübner, ist der Sitz eines ebenfalls sehr erfolgreichen Familienunternehmens, das heute unter dem Namen „Kriegerhome“ bekannt ist. 2010 feierte das Möbel-haus sein 100jähriges Bestehen. Seine Anfänge gehen ebenfalls zurück auf eine Familiengeschichte, deren Wurzeln in der Möbelbranche liegen. 1910 gründete der Urgroßvater Wilhelm Krieger, Tischler von Beruf, seinen ersten Laden.

Kurt Krieger, Geschäftsleiter des Möbelhauses Krieger, kaufte 1967 die Namensrechte der  nicht mehr aktiven Firma Höffner. Er gab der Firma ein neues Unternehmensprofil und führte sie zu überregionalen Erfolgen.
Nach dem Krieg übernahmen Hildegard und Wilhelm junior die Leitung des Möbelhauses Krieger, schnell waren sie erfolgreich, u.a. durch die  Lieferung von Büromöbeln an die Berliner Verwaltung.
Am Standort Genthiner Straße eröffnete die Familie 1958 ihr erstes Möbelhaus. Konkurrenz belebt das Geschäft – beide Häuser haben, wenn auch nicht immer in Eintracht, den Standort erfolgreich geprägt.

Seit 2003 führt Sonja Krieger, Tochter von Kurt Krieger, nunmehr in vierter Generation, das Unternehmen mit einem Profil von exquisiten Möbeln und Markenartikeln. Kürzlich wurde in den kompletten Umbau des Hauses investiert.

Newcomer VOX Möbel
2005 hat auf einer Verkaufsfläche von 1.000 m2 das Möbelhaus Vox Möbel in der Genthiner Straße geöffnet.
Mit dem Konzept eines „Möbel-Salons mit Galerie“ will das Unternehmen anspruchsvolle Käuferschichten ansprechen. Das Angebot für Möbel und Accessoires reicht von romantisch bis modern. Designer Möbel internationaler Herkunft werden zu günstigen Preisen angeboten.

Die Geschäftsleiterein Frau Eulalia-Marta Cofta, gebürtige Polin, bereut nicht, die Genthiner Straße zur neuen Geschäftsadresse gemacht zu haben. Nach Abwägung möglicher Alternativen hat sie sich nach eigener Auskunft ganz bewusst aufgrund der Tradition und des Bekanntheitsgrades der Möbelmeile für den Standort entschieden.

Eine Besonderheit des Hauses ist die großzügige Ausstellungsfläche, die zeitgenössischen Künstler/innen Möglichkeiten zur Präsentation und Verkauf ihrer Arbeiten bietet. Seit Eröffnung wurden bereits etwa 12 Ausstellungen mit den Schwerpunkten Malerei, Fotografie, Bildhauerei sowie Installationen, insbesondere von polnischen Künstlern gezeigt. Unterstützung kommt unter anderem von der polnischen Botschaft.

mitte/n)dran 01 - text: B.W.