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Nachbarschaftstreff Pohlstraße in Gefahr: Ab März geht dem Treff die Luft aus

Kaum vorstellbar, dass der beliebte Nachbarschaftstreff womöglich geschlossen werden muss

Gemeinsam Mittagessen oder bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen zusammen sitzen, sich mit Gruppen im gemütlichen Rahmen treffen, übers Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Brett gebeugt Spaß haben, informative Vorträge oder auch
mal eine Lesung anhören und die an den Wänden aufgehängten wechselnden Ausstellungen bewundern: Dafür steht seit Jahren der Nachbarschftstreff an der Pohlstraße 89 fast täglich offen – ein kostengünstiges Angebot, das vor allem die Älteren aus den umliegenden Straße gerne nutzen.

Doch damit könnte bald Schluss sein.

Die Töpfe, aus denen der Stadtteilverein Tiergarten als Träger des Treffs bislang die Miete gefördert bekam, sind weggefallen – es fehlt schlicht am Geld, den Raum an der Ecke zum Möbel-Hübner-Parkplatz weiter bezahlen zu können.

„Wir bemühen uns sehr, die Miete irgendwie herein zu bekommen“, beschreibt Quartiersmanager Michael Klinnert die Lage. „Momentan greift eine vorübergehende Kulanz-Regelung: Die DEGEWO erlässt uns die Nettokaltmiete – allerdings müssen wir deswegen auch damit rechnen, ganz rasch raus zu müssen, falls sich ein anderer Interessent findet.“ Und klar sei auch, dass das kein Dauerzustand sei. Wenn bis zum März keine Lösung gefunden sei, so Klinnert, sei das wohl das Aus.
Einige Anfragen ans Bezirksamt Mitte sind gestellt – hoffen wir, dass sich dort eine Möglichkeit findet, den einzigen Nachbarschaftstreff im Quartier weiter zu unterstützen.

Doch nicht nur eines, sondern gleich zwei Damoklesschwerter hängen über dem beliebten Treff: Seit Jahresbeginn ist es einzig dem ehrenamtlichen Engagement zweier „guter Seelen“ zu verdanken, dass der Betrieb quasi auf Minimal-Flamme weiter läuft. Wolfgang – der auch noch den Fahrradkeller geöffnet hält – und Subarani stellen seit Januar 2011 die Notbesetzung.

Derzeit läuft gerade die Prüfphase für ein Beschäftigungsförderprogramm, das hoffentlich im März startet; dann bekämen die beiden im Nachbarschaftstreff auch wieder Kolleginnen und Kollegen – wir drücken die Daumen!

Bis März ist also noch Luft, dann wird’s eng...

Wir hoffen, dass sich sowohl für die Miete als auch für das Personal eine Lösung findet – und halten Sie hier auf dem Quartiers-Portal natürlich weiter auf dem Laufenden.
 

text: wolk; foto: MK