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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Neu verlegte „Stolpersteine“

Bekannt ist die Villa in der Kurfürstenstraße 58 vor allem als Stammhaus des Café Einstein. Nach dem letzten Umbau von 1978 bis 1980 etablierte das Café
Einstein hier einen bis dahin in West-Berlin noch nicht geläufigen luxuriösen Stil in einer Mischung aus Kaffeehaus und Restaurant. Die nunmehr öffentlichen Räume ließen etwas von dem großbürgerlichen Wohnstil des einstigen Villenviertels erahnen.
Doch um das, was sich tatsächlich in diesem Haus alles abgespielt hat, rankten vor allem Gerüchte und Legenden. Der Stummfilmstar Henny Porten soll hier gelebt haben, Goebbels soll hier aus und ein gegangen sein, und so weiter.

Kristin A. Buchinger hat die Geschichte der von 1878 bis 1879 für den Fabrikanten Gustav Rossmann erbauten Villa recherchiert und in einem Buch nacherzählt („Café Einstein Stammhaus: Die Geschichte des Berliner Kaffehauses“, Nicolai Verlag).
Eine der Geschichten ist die des jüdischen Privatbankiers Georg Blumenfeld und seiner Frau Margarete Lucia, die 1926 hier eingezogen sind. Die Nationalsozialisten haben die Privatbank liquidiert, 1938 nahm sich Georg Blumenfeld vor der NS-Gewalt fliehend das Leben, seine Frau folgte ihm drei Jahre später.

An Georg und Margarete Lucia Blumenfeld erinnern jetzt zwei im Pflaster vor dem Eingang des Cafés eingelassene „Stolpersteine“. Das sind zehn mal zehn Zentimeter große Pflastersteine aus Messing, in die Geburtsdaten und Angaben zum Schicksal und, so weit bekannt, Sterbedaten eingraviert sind.
Seit 1996 arbeitet der Kölner Bildhauer Gunter Demnig an diesem Projekt. Er selbst verlegt die Gedenksteine vor den Wohnhäusern, aus denen heraus jüdische Bürgerinnen und Bürger deportiert, verfolgt und ermordet wurden.
Ein weiterer „Stolperstein“ wurde in der Potsdamer Straße 102 verlegt. Er erinnert an Abraham Fromm, der von hier aus 1941 verschleppt und wenige Tage später ermordet wurde.

text: BuM (QB 45)