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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Nicht nur Sprachunterricht ist Sprachunterricht


In einem multikulturellen Umfeld ist der Naturkundeunterricht, der sich mit Beobachtungen und Naturerscheinungen befasst, die allen Kindern gemein sind, sehr gut geeignet, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden. Er bietet für die Kleineren eine besonders günstige Gelegenheit zum Sprachtraining, denn sie üben, Gegenstände zu beschreiben, Ideen auszudrücken, Ursachen und Wirkungen miteinander zu verbinden und so weiter.

In Frankreich wurde die Methode "La main à la pate" entwickelt. Übersetzt heißt sie "Berühre den Teig" oder "Wissenschaft zum Anfassen". Ziel ist es eine grundlegende Reform des Naturkunde- und Technikunterrichts in den Kindergärten und Grundschulen.
Es ging vor allem darum, das theoretische Lernen durch Auswendiglernen zu überwinden und das selbständige Experimentieren der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Ein weiteres wichtiges Element ist eben das Verknüpfen von naturwissenschaftlichem Lernen und Sprache. Durch Argumentieren und Hinterfragen wird das Wissen vertieft und gefestigt. Selber auskundschaften, hinterfragen, erforschen – alles Tätigkeiten, bei denen Kinder ihre eigene Sprache bemühen müssen. Sie lernen die Sache und die Sprache.

In der Kita Bissingzeile konnte eine viel versprechende Pilotphase der Methode "Wissenschaft zum Anfassen" gestartet werden. Die französische Umweltpädagogin Angèle Verdière hat dort mit den Kindern einer Vorschulgruppe über einen Zeitraum von drei Monaten an naturwissenschaftlichen Themen wie "die Natur", "die Nahrung", "die Erde", "Luft und Wasser" gearbeitet.
 
Auch hier ging es darum, den Kindern nicht ein abstraktes Wissen zu vermitteln, sondern die Elemente erlebbar zu machen. Die Kinder konnten durch selbständiges Tun ihre eigenen Schlüsse ziehen. Die Resonanz der Kinder auf das Projekt war sehr positiv, von Seiten verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen wurde großes Interesse an der Methode und den verwendeten Materialien geäußert.

In Absprache mit dem Lokalen Bildungsverbund (LBV) und auf ausdrücklichen Wunsch einiger Bildungseinrichtungen in Tiergarten Süd soll diese Methode jetzt im Stadtteil verstärkt eingeführt werden.
Verantwortlich für die Umsetzung wird neben dem LBV-Koordinator Jörg Schulenburg die Vorsitzende des Vereins "Initiale e.V." Miriam Mueller sein. Sie hat im Rahmen des von ihr geleiteten Projekts "Weiterentwicklung des Französisch-Sprachangebots in Tiergarten Süd" erste Kontakte zur Wissenschaftsabteilung der Französischen Botschaft und dem Institut Francaise geknüpft.


text: BuM (QB 28)