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Oktober 2003: Ein Wahrzeichen in der Lützowstraße

 
Mit einem Schulfest in der Fritzlar-Homberg-Grundschule wurde das Hissen des großen Segels gefeiert - auch sonst bietet die Schule mit Musik, Betreuung, Spiel und Sport ihren Schülern eine große Auswahl.

Lützowstraße, zehn Uhr an einem Freitag im September. Das Segel ist gehisst und weithin sichtbar. Es kann also losgehen. Der gesamte Eingangsbereich der Fritzlar-Homberg-Grundschule ist neu gestaltet. Die Mensa wurde gründlich renoviert. Es gibt also was zu feiern. Mit Sekt, mit Weißwein oder Saft und mit einem wunderbaren thailändischen Fischbuffet. Dieter Fenz und seine Philis-Bar haben getan, was sie konnten.
 
Die Schüler haben das Segel selbst gestaltet. Und der im Kiez an mehreren Aktionen beteiligt Dieter Fenz hat den Entwurf dann schließlich mit Hilfe des Quartiersmanagements realisiert. Jetzt steht es da und dreht sich im Wind, zwölf Meter hoch markiert es den Eingang der Fritzlar-Homberg-Grundschule.

Da hat sich ja einiges getan. Bisher war nicht unbedingt zu erkennen, dass man durch dieses Tor eine der interessantesten Bildungseinrichtungen des Quartiers erreicht, es sah eher nach einem Stück Brachland aus, nach einer Baulücke, hinter der noch irgendetwas los ist. Jetzt ist der gesamte Eingangsbereich nach Entwürfen von Lutz Sepke vom Quartiersmanagement gestaltet worden, und soll zusammen mit der direkt gegenüber gelegenen Bibliothek auf diesem Abschnitt der Lützowstraße eine optische Einheit bilden.
 
Die Fritzlar-Homberg-Grundschule zu einer Perle des Kiezes zu entwickeln, das ist schon lange der Ehrgeiz der Schulleiterin Ute Nürnberg. Und sicher sind die gestalterischen Verbesserungen ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Ein noch größerer Schritt wäre es, wenn die Schule den Status einer Ganztagsschule bekäme. Die Chancen dafür stehen wohl gut, hat doch die Fritzlar-Homberg-Grundschule von der Infrastruktur her die besten Vorraussetzungen, den Betrieb einer Ganztagsschule aufzunehmen.
 
Da steht beispielsweise eine wunderschöne Mensa zur Verfügung - einschließlich einer voll eingerichteten Küche -, jetzt muss sie nur noch bewirtschaftet werden. Es muss ja nicht unbedingt ein Catering-Unternehmen sein, dessen kulinarischer Kostenrechnung die Kinder dann ausgeliefert wären. Die interessantere Idee ist ja wohl, die Leute aus dem Kiez selbst mit einzubinden, die dann gewissermaßen für ihre Kinder kochen. Dass auf diesem Wege ein multikultureller Speiseplan aufgestellt würde, liegt auf der Hand. Denkbar wäre auch, die Koppelung mit einem Lehrbetrieb.
 
Und überhaupt: "Wir haben die einmalige Chance, ein eigenes Konzept für eine Ganztagsschule zu entwickeln", sagt Ute Nürnberg, "wir müssten uns nicht von oben ein Konzept aufdrücken lassen." Das leuchtet ein, bringt doch gerade diese Schule durch den stark an der Musik orientierten Unterricht und den zahlreichen Musik-Arbeitsgruppen, von denen ja nicht wenige nachmittags angeboten werden, ziemlich viel Erfahrung mit, wie ein Schulbetrieb über den Vormittag hinaus organisiert werden muss.
 
Die Bundesregierung hat als Reaktion auf die PISA-Studie Geld bereit gestellt, Ganztagsschulen einzurichten, zehn Prozent der Kosten muss allerdings der Bezirk tragen, und das Land Berlin kommt auch nicht ganz ungeschoren davon, denn seine Aufgabe ist es dann, mehr Lehrer einzustellen.

Gefeiert haben aber nicht nur ein paar Erwachsene am Fuße des Segels, gefeiert haben an jenem Freitag im September auch die Kinder, auf ihre Art, mit viel Sport, viel Spiel und allem, was man an einem schönen Spätsommertag draußen noch so alles machen konnte.
 
text/foto: BuM - Quartiersblatt 13