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Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
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Veranstaltung: Das ehemalige Zwangsarbeiterlager am Pallasbunker
Die meisten werden den Hochbunker an der Pallasstraße zumindest vom Vorbeifahren kennen: Nahe der Kreuzung mit der Potsdamer Straße steht überbaut von der Pallasseums-Wohnanlage linkerhand ein riesiger grauer Betonklotz, der schon so manchem Rätsel aufgegeben hat.
In der heutigen SophieSchollOberschule (damals Augustaschule) in BerlinSchöneberg (gleich neben dem Bunker) befand sich vom Herbst 1943 bis zum Kriegsende 1945 ein Lager für sowjetische Zwangsarbeiter/ innen.
Ganze Familien waren aus der Sowjetunion nach Berlin deportiert worden.
Alle arbeitsfähigen Internierten mussten einen Fernmeldehochbunker errichten, der noch heute auf dem Schulhof steht. Die schwere und gefährliche Arbeit, Hunger und Bombenangriffe bestimmten die Tage.
Die Geschichte dieses Ortes war bis in die Neunzigerjahre hinein unerforscht. Erst ein Brief einer ehemaligen Zwangsarbeiterin an die Schule änderte das. Die SophieSchollOberschule ist seitdem engagiert mit der Erforschung der Lagergeschichte und mit der Entwicklung eines Gedenkortes befasst.
Leitung: Bodo Förster, Studiendirektor an der SophieSchollOberschule
Das ehemalige Zwangsarbeiterlager am Pallasbunker
Fr., 7. September, 17−19 Uhr
in Berlin Schöneberg, beitragsfrei,
bis zum 27. August 2007 Anmeldung beim August-Bebel-Institut, zu dessen Programm die Veranstaltung gehört.






