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Präventionsprojekt "Faires Streiten lernen" an der Grips-Grundschule
In der Grips-Grundschule lernen etwa 300 Kinder aus 30 Nationen in insgesamt 13 Schulklassen. Es ist klar, dass der Umgang miteinander mitunter nicht einfach ist und durchaus auch manchmal heftigen Streit bzw. Handgreiflichkeiten entstehen.
Deshalb muss es ein Ziel sein, die soziale Handlungskompetenz - Toleranz und demokratisches Handeln - der SchülerInnen konsequent zu fördern (und zu fordern). In der Schule gibt es bereits mehrere Projekte wie beispielsweise die Einrichtung einer "sozialen Stunde" für alle Klassen. Leider kann diese Stunde bisher von vielen Lehrerinnen nicht adäquat gestaltet werden, da ihnen großteils das Wissen um die Gestaltungsmöglichkeiten für das Lernen der sozialen Handlungskompetenz fehlt.
Genau hier setzt das Konzept für ein Präventionsangebot an der Grips-Grundschule an.
Es besteht aus mehreren Bausteinen und bietet ein Design, das die Konfliktkultur der Schule in mehreren Bereichen nachhaltig verändern kann bzw. verbessert.
Hauptinhalt dieser Bausteine ist das "Streit-Training" (Faires Streiten lernen) als Gewaltpräventionsprogramm durch die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen. Das Training wird mit der gesamten Schulklasse durchgeführt, zielt jedoch vorrangig auf Kinder mit destruktiv-aggressiven Verhaltensweisen ab. Gemeinsam mit den SchülerInnen werden während des Trainings neue konstruktive Handlungsalternativen in Konfliktsituationen alltäglicher Situationen eingeübt.
Es gibt vorbereitete Materialien, die von den Lehrerinnen nach einer Anlernphase selber eingesetzt werden können. Bildmaterial lädt zum Diskutieren und Weiterdenken ein, und mit Rollen- und Bewegungsspielen sowie Geschichten und Arbeitsbögen werden die behandelten Situationen vertieft altersgemäß bearbeitet. Die Inhalte betreffen Themenbereiche wie Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut.
Bausteine des Konzeptes
- Lehrerweiterbildung in Form eines Wochenendseminares zum Thema "Förderung der Sozialen Handlungskompetenz"
- Durchführung von Streit-Trainings in den Klassenstufen 2 und 3, also in 4 Klassen, mit den Lehrerinnen als Co-Trainerinnen
- Toleranz-Training in einer besonders schwierigen 4ten Klasse
- Angebot einer Arbeitsgemeinschaft "Schreiben für Toleranz" für die Klassenstufen 5 und 6 für ältere SchülerInnen
Durch die Lehrerweiterbildung und die Begleitung des Programms erhalten die Lehrerinnen Wissen über den Themenkomplex "Förderung der sozialen Handlungsfähigkeit", sie lernen das Programm Streit-Training kennen und können es anschließend selber in ihren bzw. anderen Klassen durchführen.






