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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

Quartiersmanagement: Quartierskonferenz Magdeburger Platz 26.8.2011

Ideen für den Kiez, Veränderungen im Stadtteil

Auch in diesem Jahr trafen sich Mitglieder des Quartiersrats, Vertreter aus der Bezirks- und Senatsverwaltung, einige Bürger und die Quartiersmanager, um so was wie ein Resümee zu ziehen und um zu besprechen, was auf den Stadtteil zukommt und wie es weiter gehen kann.
In seiner Begrüßungsansprache dankte der Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke allen, dass sie sich die Zeit nehmen, um die Lage des Quartiers zu erörtern und mögliche neue Strategieausrichtungen zu besprechen. Was besprochen und erarbeitet wird, soll das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept 2012 aktualisieren. Wichtig sei, dass man sich über die verschiedenen Perspektiven auf das Gebiet austauscht und gemeinsam die Gewichtung der Handlungsfelder festlegt.

Neuer Park und neue Wohnungen
Am östlichen Rand unseres Quartiers tut sich was. Auf einigen ehemaligen Stadtbrachen wird bereits gebaut. Im Bau, kurz vor Baubeginn oder bereits fertig gestellt sind insgesamt ca. 100 Wohneinheiten. Ca. 650 weitere Wohneinheiten werden entlang der Flottwell- / Dennewitzstraße in den nächsten Jahren entstehen. Mit mehr als 1.500 neuen Bewohnern ist zu rechnen – eine Steigerung der Anwohnerschaft in Tiergarten-Süd um fast 20 Prozent. Hinzu kommen noch Gewerbebauten mit Flächen für Hotels, Büros, Handel etc. Auf dem Gleisdreiecksgelände entsteht der Westpark, dessen Fertigstellung 2013 zu erwarten ist.

Die städtebauliche Entwicklung an dieser Stelle ist sicherlich zu begrüßen. Die damit verbundene Aufwertung des Gebietes birgt Chancen, schürt aber auch Ängste. Neben der Anhebung der sozialen Mischung verschärft sich die Gefahr der Verdrängung angestammter Bevölkerung. Kann mit so was wie Milieuschutz dem drohenden Anstieg von Mieten wirkungsvoll entgegen getreten werden? Können der Bezirk und das Land Berlin rechtzeitig für die Anpassung der notwendigen sozialen Infrastruktur (Kita und Schule, Freizeit) sorgen?
Der QR Magdeburger Platz hat bereits eine Arbeitsgruppe zum Thema städtebauliche Entwicklung am östlichen Rand des Quartiers gegründet und wird zusammen mit dem QM-Team das Thema intensiv verfolgen und begleiten. Wichtig ist aber auch der Informationsaustausch mit den notwendigerweise involvierten Fachämtern. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung müssen die Belange der Anwohner rechtzeitig mit einbezogen werden.

Vorrangige Entwicklungsziele

Qualifizierter Bildungsstandort - hier hatten in der Vergangenheit die Diskussionen um die Ansiedlung des College Voltaire in unser Gebiet und die Schließung des Grundschulstandortes in der Kurfürstenstraße (Grips-GS) zu einigen Verwerfungen geführt. Mittlerweile hat sich die Situation der beiden fusionierten Schulen (Grips und Fritzlar-Homberg) stabilisiert. Die neue Allegro-Grundschule mit jetzt 330 Schülern hat beide Profile, die Lese- und die Musikbetonung, zusammen geführt. Die breit gefächerten Kooperationen konnten insgesamt erhalten und sogar erweitert werden. Mehr Informationen siehe www.allegro-grundschule.de 

Bei der Frage wie die Schule weiter unterstützt werden könnte, kristallisierte sich heraus, dass die Schule bei der Darstellung des guten Rufes, des Profils und der Aktivitäten in punkto Öffentlichkeitsarbeit / Werbung professionelle Unterstützung braucht. Die Schule möchte auf der Freifläche im östlichen Teil ihres Areals einen „Kulturgarten“ mit offenem Programm insbesondere für den und mit dem Stadtteil initiieren und benötigt dafür Anschubunterstützung.

In das alte Grips-Schulgebäude in der Kurfürstenstraße ist jetzt das Collège Voltaire eingezogen und startete im September den Schulbetrieb. In das ehemalige Horthaus in der Lützowstraße zog die Ecole marternelle ein. Zusammen mit dem Französischen Gymnasium in der Derfflinger Straße ist somit ein Campus français entstanden.

Weltoffenes Quartier mit nachbarschaftlichem Engagement - nach dreijähriger Förderung des interreligiösen Gesprächskreises und dem alljährlich stattfindenden interreligiösen Fest auf dem Platz vor der Zwölf-Apostel-Kirche fällt auf, dass die Öffentlichkeitsarbeit von vorhandenen Strukturen gestärkt werden muss. Das gilt auch für das interkulturelle Netzwerk. Hier ist auch die quartiersübergreifende Zusammenarbeit mit dem QM Schöneberg Nord nötig.

Vor einem Jahr wurde der Familiengarten mit den interkulturellen Gärten eröffnet und wie erwartet mehren sich Nutzungsansprüche und –ideen. Von vielen wird er als „Perle“ im Stadtteil gesehen. Seine Entwicklung zum Nachbarschaftszentrum ist noch in Diskussion. Ob der Nachbarschaftstreff und das QM-Vorortbüro in den dortigen Flachbau einziehen können, ist noch nicht endgültig entschieden.

Der Bestand an Kinder- und Jugendeinrichtungen muss gesichert werden. Es drohen erneut Einsparungen. Der bezirkliche Doppelhaushalt 2012/2013 wird (weit) nach den Wahlen beraten und voraussichtlich erst im ersten Quartal 2012 beschlossen. Wenn uns wieder der Rotstift trifft, wie 2009, bleibt auch diesmal nur das Ritual: protestieren, demonstrieren, …

Hot-Spot der Kultur- und Medienschaffenden
- mittlerweile haben sich mehr als 30 Galerien in der Potsdamer Straße und nahe dran in den Seitenstraßen angesiedelt. Die Potsdamer Straße wird überregional als attraktiver Galerie­standort gesehen. Das Gebiet hat an Anziehungskraft gewonnen und das Image hat sich verbessert. Um das weiter zu entwickeln und nachhaltig zu sichern, sind auch in der nächsten Zeit kleine Maßnahmen nötig. Im Fokus sind: Begrünung im Wohnumfeld / Straßenland, Aufwertung durch die Initiierung von Kunst- und Kulturprojekten, Stärkung von Tourismus und lokalem Gewerbe.

Engagement der Teilnehmer

Nach vier Stunden Quartierskonferenz waren die Teilnehmer zufrieden. Die Räume bei Listros e.V. in der Kurfürstenstraße boten eine angenehme Gesprächs- und Arbeitsatmosphäre. Der Austausch war intensiv und anregend, es gab viel Information über die Entwicklung des Quartiers. Die ergebnisorientierte Mitarbeit in den Workshops brachte einige gute Ideen und offene Ohren dafür.  Was allerdings bedauert wurde war, dass zu wenig Vertreter aus den Fachämtern teilgenommen hatten. Wie viel Fördermittel insgesamt 2012 zur Verfügung gestellt werden können, steht noch nicht fest. Auch diesmal ist damit zu rechnen, dass die Bundesregierung die Mittel für das Programm Soziale Stadt kürzen wird. Maßnahmen in den Handlungsfeldern Bildung und Integration haben weiterhin höchste Priorität.


Treffen Sie den Quartiersrat!

Die nächsten öffentlichen Sitzungen des Quartiersrates finden am 10. November und 5. Dezember von 18 bis 20 Uhr in den Räumen des Quartiersmanagements statt. Wenn Sie Interesse an unserem Kiez haben, melden Sie sich einfach beim Quartiersmanagement (Adresse auf S.16) an und schauen Sie vorbei.…

text: Michael Klinnert; foto: QM