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Antragsschluss für den Bezirkskulturfonds 2012
Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
Quartierskonferenz 2011: Ideen für den Kiez, Veränderungen im Stadtteil
Was ist in den vergangenen Monaten alles in Tiergarten Süd geschehen, was kommt auf den Stadtteil zu, wie kann es mit der Quartiers-Entwicklung weiter gehen? Darum ging es am 26. August 2011 bei der inzwischen schon traditionellen Quartierskonferenz.
Mitglieder des Quartiersrats, Vertreter aus der Bezirks- und Senatsverwaltung, einige BürgerInnen, die Quartiersmanager und auch Bezirksübrgermeister Dr. Christian Hanke trafen sich im angenehmen Rahmen bei LISTROS an der Kurfürstenstraße zu Diskussionen und zum Ideen-Sammeln.
Neuer Park und neue Wohnungen
Vor allem am östlichen Rand unseres Quartiers verändert sich derzeit auf bislang brach liegenden Flächen einiges: Dort entsteht bis zum Jahr 2013 der westliche Teil des Gleisdreieck-Parks.
Im Bau, kurz vor Baubeginn oder bereits fertig gestellt sind etwa 100 Wohnungen, rund 650 weitere werden entlang der Flottwell- / Dennewitzstraße in den nächsten Jahren entstehen - Platz für mehr als 1.500 neuen Bewohnern. Auch Hotels, Büros und Flächen für den Handel sind dort geplant.
Diese städtebauliche Entwicklung ist sicherlich zu begrüßen. Die damit verbundene Aufwertung des Gebietes birgt Chancen, sie schürt aber auch Ängste: Neben der Anhebung der sozialen Mischung verschärft sich die Gefahr der Verdrängung angestammter Bevölkerung.
Der Quartiersrat Magdeburger Platz hat hierzu bereits eine Arbeitsgruppe gegründet und wird zusammen mit dem QM-Team das Thema intensiv verfolgen und begleiten.
Vorrangige Entwicklungsziele
Qualifizierter Bildungsstandort
Mittlerweile hat sich die Situation der beiden im vergangenen Jahr fusionierten Schulen stabilisiert. Die neue Allegro-Grundschule mit jetzt 330 SchülerInnen hat beide Profile, die Lese- und die Musikbetonung, zusammen geführt.
Wie könnte die Schule weiter unterstützt werden? Professionelle Öffentlichkeitsarbeit / Werbung wäre ein wichtiger Punkt, so die Mitglieder der Arbeitsgruppe. Außerdem möchte die Schule auf der Freifläche im östlichen Teil ihres Areals einen „Kulturgarten“ mit offenem Programm für den Stadtteil und gemeinsam mit Nachbar/innen initiieren und benötigt dafür Anschubunterstützung.
In das alte Grips-Schulgebäude in der Kurfürstenstraße ist jetzt das Collège Voltaire eingezogen und in das ehemalige Horthaus in der Lützowstraße zieht die Ècole Maternelle ein. Zusammen mit dem Französischen Gymnasium in der Derfflinger Straße ist somit ein Campus Français entstanden.
Weltoffenes Quartier mit nachbarschaftlichem Engagement
Nach dreiähriger Förderung des interreligiösen Gesprächskreises fällt auf, dass die Öffentlichkeitsarbeit der vorhandenen Strukturen Stärkung braucht - ebenso wie beim interkulturellen Netzwerk.
Vor einem Jahr wurde der Familiengarten mit den interkulturellen Gärten eröffnet, und wie erwartet mehren sich Nutzungsansprüche und –ideen. Seine Entwicklung zum Nachbarschaftszentrum ist noch in der Diskussion.
Den für den Kiez sehr wichtigen Kinder- und Jugendeinrichtungen drohen erneut Einsparungen. Der bezirkliche Doppelhaushalt 2012/2013 wird nach den erfolgten Wahlen beraten und voraussichtlich erst im ersten Quartal 2012 beschlossen.
Wenn uns wieder der Rotstift trifft wie 2009, bleibt auch diesmal nur das Ritual: protestieren, demonstrieren, …
Hot-Spot der Kultur- und Medienschaffenden
Mittlerweile haben sich mehr als 30 Galerien in der Potsdamer Straße und in ihren Seitenstraßen angesiedelt. Das Gebiet hat an Anziehungskraft gewonnen und das Image hat sich verbessert.
Um diese Entwicklung nachhaltig zu sichern, sind auch in der nächsten Zeit kleine Maßnahmen nötig.
Dazu gehört mehr Grün im Stadtteil, die weitere Aufwertung durch den Anschub von Kunst- und Kulturprojekten und auch die Stärkung des Tourismus´und des lokalem Gewerbes.
Engagement der Teilnehmer
Vier Stunden lang hatten sich die Teilnehmer/innen der Qurtierskonferenz intensiv ausgetauscht, sich gegenseitig informiert und Neues aus dem Stadtteil erfahren und einander mit offenen Ohren zugehört. Sie trugen in den Workshops gute Ideen zusammen, die bei den Vorstellungsrunden auf großes Interesse auch der jeweils anderen Konferenz-Besucher/innen stießen - eine schöne Arbeitsatmosphäre mit tollen Ergebnissen.
Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse der Quartierskonferenz 2011 als Download (PDF 390 kb).
Wie viele Fördermittel es im Jahr 2012 insgesamt geben wird, steht noch nicht fest. Doch klar ist: Projekte aus den Schwerpunktbereichen "Bildung" und "Integration" haben weiterhin höchste Priorität.











