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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Die Russische Wochenendschule - eine bemerkenswerte pädagogische Initiative

Diese Schule ist anders: Die Kinder gehen freiwillig zum Unterricht und die Lehrer arbeiten ehrenamtlich. Seit Jahren schon. Genauer gesagt: Acht Jahre ist jetzt her, dass Raisa Belova den Verein „Lyra e.V.“ mit dem Ziel gründete, den Kindern russischer Auswanderer eine musikalische Früherziehung anzubieten.

Ihr erster Impuls entsprang der Erfahrung aus der Sowjetunion, dass Kinder, die sich schon vor der offiziellen Einschulung musikalisch üben, später in allen Fächern leichter lernen.
Ihr zweiter Impuls war der Wunsch, Kindern russischer Eltern, die nun in Deutschland aufwachsen, russische Literatur, russische Lieder und andere Errungenschaften der Kultur ihrer Heimat nahe zu bringen.
Neben der musischen Früherziehung bot sie von Anfang an den schon eingeschulten Kindern Nachhilfeunterricht an, nicht nur in Deutsch, sondern auch in anderen Fächern. Raisa Belova selbst ist Mathematikerin. Für die anderen Fächer suchte sie weitere ausgebildete Fachleute, die bereit waren, ihr Wissen und Können an Kinder weiterzugeben.

Inzwischen ist daraus eine kleine private, von keiner offiziellen Stelle finanzierte Schule geworden, die Russische Wochenendschule. Der Unterricht findet vor allem an Samstagen statt, einige Kurse aber auch dienstags am Nachmittag. Im Angebot sind neben der künstlerischen auch eine mathematische Früherziehung, dazu die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Russisch. An den Samstagen arbeiten mehrere Gruppen parallel. Die Zahl der teilnehmenden Kinder schwankt zwischen vierzig und sechzig.

Ganz sicher ist die Russische Wochenendschule eine bemerkenswerte pädagogische Initiative. Darüber hinaus ist sie aber auch ein schon seit Jahren gelingendes Integrationsprojekt, auch wenn es als solches nicht in erster Linie gedacht war. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil da ausgebildete Pädagogen und Fachleute unaufgeregt ihre Arbeit machen, um der Sache willen. Die Bereitschaft, diese Arbeit ehrenamtlich zu leisten, hat insofern zum Gelingen der Schule beigetragen, als nicht vor ihrem Start erst einmal Forderungen gestellt und so Hürden aufgebaut wurden, an denen man dann ja auch hätte scheitern können. „Lyra e.V.” und die Russische Wochenendschule – wir wollen dieser Initiative die Aufmerksamkeit widmen, die sie verdient und zu Beginn des neuen Schuljahrs in einer ausführlichen Reportage darüber berichten.  

text: BuM (QB 43)