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September 2004: Unterschriften-Sammlung für den Erhalt der Buslinie 341

Die Buslinie 341 vom Platz der Luftbrücke über die Lützowstraße bis zum U-Bahnhof Turmstraße soll im Zuge aktueller BVG-Planungen eingestellt werden – Anwohner möchten das verhindern.
Eine Buslinie, die als einzige die Lützowstraße mit ihrem Krankenhaus, verschiedenen Seniorenwohnheimen und Familien mit Kindern anfährt;
die die einzige durchgehende Verbindung von Tiergarten-Süd zum Bezirksamt in Moabit ist;
die die Anbindung an den Potsdamer Platz mit seinen Kultur-Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten bietet...
– Eine solche Buslinie, genauer: die Linie 341 vom Platz der Luftbrücke bis zum U-bahnhof Turmstraße möchte die BVG im Rahmen ihrer neuen Linienplanungen einstellen.
Dass sich da Widerstand regt, ist kein Wunder: Einige der älteren Anwohnerinnen beschwerten sich schon Mitte August per Brief, dass sie einfach nicht mehr so gut zu Fuß seien, um ohne diese Anbindung noch mobil bleiben zu können.
An die 700 Meter Fußmarsch bis zur U-Bahn-Station und mehrmaliges Umsteigen würden ihren Aktionsradius und ihre Selbständigkeit rigoros einschränken – mal ganz abgesehen von den Kindern aus dem Kiez, die mit diesem Bus täglich zur Schule fahren...
Mit Unterstützung des QMs starteten die Anwohner parallel eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Buslinie – und fanden in nur einer einzigen Woche 550 weitere Unterstützer ihres Anliegens.
Sie machten auch Vorschläge zum zumindest teilweisen Erhalt der Linie 341:
In den Bereichen, in denen Parallel-Linien dieselbe oder eine vergleichbare Tour fahren, könnte die Strecke verkürzt werden.
Abends würde auch ein längerer (halbstündiger) Zeittakt für die relativ wenigen Fahrgäste genügen – oder man könnte die Linie ab 22 Uhr ganz einstellen.
Wie sich die BVG angesichts dieses massiven Protests und der Vorschläge verhalten wird, ist noch nicht klar.
Wer aber selbst noch mit zum Erhalt der einzigen Buslinie auf dieser Strecke durch den Kiez beitragen will, kann im QM-Büro (Pohlstraße 91) oder im Nachbarschaftstreff (Pohlstraße 89) auch noch seine Unterschrift auf die Listen setzen.
Die werden demnächst mit Begleitschreiben an die BVG gehen, Kopien erhalten die verkehrspolitische Sprecher der Fraktionen und der Fachausschuss "Soziale Stadt und Verkehr" im Abgeordnetenhaus, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und natürlich auch die Bezirkspolitiker.
text/foto: wolk






