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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]

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Spezial - Wintergarten Varieté

Das Wintergarten Varieté in der Potse im Januar 2013
Georg Strecker, Geschäftsführer des Wintergarten Varietés

„Wintergarten Varieté - eines der schönsten Theater der Welt!“

So bezeichnet Georg Strecker sein Wintergarten Varieté, das kleine intime Theater in der Potsdamer Straße 96. Der 1957 im hessischen Bad Homburg geborene Wintergarten-Geschäftsführer wollte eigentlich Gymnasiallehrer werden, doch schon zu Studienzeiten begeisterte ihn die Entertainment-Branche, so dass er früh für den Konzertmanager Fritz Rau als Promoter und Künstlerbetreuer arbeitete. Nach beruflichen Stationen vor allem bei Konzertagenturen leitet er das Wintergarten Varieté mit Unterbrechung seit 1998.

Alle, die noch nie einen Blick in sein Theater geworfen haben, möchte er dazu ermuntern: „Von der Straße aus vermutet man es vielleicht, aber die meisten Gäste sind dann doch so richtig beeindruckt.“ Ein Grund wäre „Forever young“, die Rock-Varieté-Show, die seit Anfang Februar läuft., und in der es verschiedene akrobatische Disziplinen vom Diabolo-Jongleur bis zum BMX-Radfahrer gibt. Die hochklassigen Nummern werden aufgeführt zu Hits von Bands wie den Beatles, Stones, Led Zeppelin und Metallica - live gespielt von einer sechsköpfigen Band. „Die Varietékünstler inszenieren also ihre Auftritte in faszinierenden Bildern zur Musik. Das ist ein bisschen wie ein Live-Videoclip im Musikfernsehen.“ Wo könnte diese Show besser stattfinden als auf der Bühne des legendären „Quartier Latin“, einem der bekanntesten Westberliner Veranstaltungsorte für Jazz, Blues und Rock. 1913 als Kino entstanden, wurde das Haus von 1970 bis 1989 als Konzertsaal genutzt, bevor 1992 das Wintergarten-Varieté einzog. Sein 20-jähriges Bestehen feierte es letzten September mit einer großen Feier.

Shows wie „Forever Young“, die zuvor gelaufene „Show der Magier“ oder die Show mit Meret Becker werden ein halbes bis ein Jahr lang konzipiert. Die „heiße Phase“ mit konkreten Proben dauert aber nur eine Woche. „Nicht mehr, denn wir haben ja keine Probenbühne und müssten das Theater sonst länger für Proben sperren.“

Den typischen Wintergarten-Gast gibt es nicht. Der Großteil sei zwischen 40 und 60 Jahren, was mit den Eintrittspreisen zusammenhängt, „die sich über Kino-Niveau bewegen. Wir müssen schließlich die Miete für das Haus, Strom, die Künstler, Personal und die Werbung davon bezahlen und schauen, dass das überhaupt reicht, bevor Geld verdient wird.“ Im Unterschied zur Pariser Institution „Moulin Rouge“, in der die Touristen fast unter sich sind, besteht das Publikum im Wintergarten etwa zur Hälfte aus auswärtigen Gästen, darunter viele Geschäftsleute und Kongressteilnehmer. Die kommen auf ihre Kosten, weil die Shows oft auch ohne deutsche Sprachkenntnisse funktionieren. Montags und dienstags gibt es keine Varieté-Shows, da heißt es Bühne frei für die „Spotlights“, das sind Konzerte und Lesungen.

Georg Strecker findet den Kiez „lebhaft und abgedreht-schräg. Ich brauche nicht den ganzen Tag die Friedrichstraße oder die Münchner Maximilianstraße um die Nase, sondern finde Ecken und Kanten gut. Starke Veränderungen gab es in den letzten Jahren durch die vielen Galerien, die sich hier ansiedelten. Seit dem ist viel mehr Leben eingekehrt.“ Neben den „Ober-Kult-Läden wie Kumpelnest, Joseph-Roth-Diele und Victoria-Bar“ erfreuen ihn vor allem „Phänomene wie Murkudis im Tagesspiegel-Gebäude und Fiona Benetts Hutsalon mit ihrer gläsernen Manufaktur.“

Für die Zukunft seines Theaters wünscht sich der Chef natürlich, „dass es immer so gut läuft, dass man nicht nur die Kosten decken kann, sondern auch etwas übrig bleibt.“ Mindestens 20 weitere Jahre Wintergarten wären klasse, oder „vielleicht besser weitere 125 Jahre, denn 2013 wäre der 125. Geburtstag des alten Wintergartens.“

Zu unserem Gewinnspiel 

Im Augustheft fragten wir Sie danach, wie das Hotel hieß, dessen Teil der Wintergarten ursprünglich war. Die richtige Antwort wussten viele, die zwei Karten für eine Varietévorstellung gewann Viola Zweigle. Leider hat sie sich bis jetzt nicht gemeldet. Daher die Bitte an sie, uns bis zum 15. März 2013 zu kontaktieren (E-Mail: visap[at]gmx[.]de), anderenfalls werden die Karten erneut unter den richtigen Einsendungen verlost.

 

von Gerald Backhaus (Text & Fotos)