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  • Das Quartiersmanagement-Team verabschiedet sich

    Nach fast 17 Jahren läuft das Quartiersmanagement-Verfahren im Gebiet um den Magdeburger Platz aus. Zeit für das QM-Team, um sich zu verabschieden. Und wie geht's weiter ab 2017? Hier finden Sie auch den Kontakt für die nachfolgende Stadtteilkoordination. [mehr]
  • Vorschläge für Bezirksverdienstmedaille gesucht!

    Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte zeichnen auch für das Jahr 2016 wieder Personen mit einer Bezirksverdienstmedaille aus, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und/oder mit ihren persönlichen Leistungen in herausragender Weise um Mitte verdient gemacht haben. Vorschläge für die Bezirksverdienstmedaille können bis zum 31.12.2016 eingereicht werden. Hier finden Sie die Details dazu. [mehr]
  • 1. Ausschreibung des Jugend-Demokratiefonds Berlin 2017

    Das Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmmt Einfluss" nimmt ab sofort Anträge in der ersten Förderrunde für das Jahr 2017 entgegen. Damit Ihr mit Euren Ideen für mehr jugendliches Engagement und für ein demokratischeres Miteinander nicht auf dem Trockenen bleibt, fördert der Jugend-Demokratiefonds Berlin Projekte mit bis zu 15.000 Euro! Einsendeschluss ist der 22. Januar 2017. [mehr]
Sie befinden sich hier: Aktiv - Archiv 2011 - 2005 / Stellungnahme QR Gleisdreieck

Stellungnahme des Quartiersrats Magdeburger Platz zum Entwurf des Westparks auf dem Gleisdreieck

Der Quartiersrat Magdeburger Platz nimmt auf der Grundlage des ihm vorliegenden Entwurfs für den Westpark auf dem Gleisdreieck Juli 2009 und ihm bekannt gewordener neuerer Überlegungen vorläufig Stellung und stellt Fragen zur Gestaltung des Westparks:

  1. Der QR begrüßt, dass mit dem Park auf dem Gleisdreieck die Grünversorgung für die angrenzenden Wohngebiete deutlich verbessert werden wird.

  2. Die derzeit diskutierte Anlage eines wettkampfgerechten Fußballfeldes auf der Fläche zwischen der U-Bahnlinie 2 und dem Zugang Kurfürstenstraße (so genannte Schöneberger Wiesen) würde die ohnehin schon nicht besonders große Fläche des Parks weiter erheblich verkleinern, insbesondere eben diese Schöneberger Wiesen. Damit könnte einer der Zwecke der Anlage des Parks, Ausgleiche für Eingriffe in die Natur und Landschaft bei verschiedenen Bauvorhaben zu schaffen, nicht erfüllt werden.

    Von der Yorkstraße aus gesehen bis hinter dem Eingang Pohlstraße würden sich dann fast lückenlos eine Sportnutzung an die andere Reihen: kommerzieller Beachvolleyball, vereinsgebundener Fußball, informeller Sport, es gäbe aber nur wenig Grünflächen.

    Bei der Durchführung von Wettkämpfen würde es in den angrenzenden Wohngebieten in Tiergarten-Süd und Schöneberg zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und Parkplatzproblemen kommen.

    Platz für die Anlage neuer Sportanlagen steht auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhofer, also auch wie hier an der Grenze zwischen Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg, in ausreichendem Maße zur Verfügung.

  3. Dem Wunsch nach einer „Grünen Oase“ steht ein auffallend großer Anteil versiegelter, wasserundurchlässiger, nicht grüner Flächen gegenüber.

    Soll der Randstreifen zur Bebauung Flottwellstraße als wassergebundene Wegedecke, wie üblicherweise auf Parkwegen, mit teilweiser Baumbepflanzung angelegt werden, also ohne weiteres Grün?

    Soll die asphaltierte Eventfläche oberhalb des Tunnelmundes (auf der es bisher eine Wiese gibt) kommerziell genutzt werden? Ist eine versiegelte Fläche notwendig?

    Die Wege sollen offenbar aus pflegeleichtem Asphalt und Beton hergestellt werden, also unfreundlich zum Gehen, ungeeignet zum Laufsport. Ist den Planern bewusst, dass sich die Nutzer werden zu helfen wissen und in der Folge „Trampelpfade“ entstehen werden, die auch zu erwarten sind wegen der Anlage eines Wegenetzes, dass sich nur teilweise an bereits erkennbaren Wegebeziehungen orientiert?

    Auch die Fläche für den informellen Sport ist versiegelt. Ist die Größe gemessen an der Gesamtgröße des Parks angemessen?

    Für die Anlage des temporären Sommercafés müssen vorhandene Vegetation und Bäume weichen, an Stelle von Grün wird es eine Sandfläche geben. Für den Standort eines Cafés böte sich auch der an einen anderen Ort zu verlegende Marktplatz an.

  4. Die Lage des „Marktplatzes“ am Eingang Nelly-Sachs-Park erscheint dem Quartiersrat nicht zweckmäßig. Er sollte in Verbindung mit einem Café besser am Eingang Kurfürstenstraße liegen, einem zentraleren Ort, an dem er auch die soziale Kontrolle des Zuganges erhöhen würde. Dann wäre es auch nicht notwendig in den bereits bestehenden StadtNatur-Erlebnisgarten einzugreifen.
    An welche Funktionen ist für den Marktplatz eigentlich im Einzelnen gedacht?

  5. Beim direkten Zugang vom Nelly-Sachs-Park sollte überdacht werden, ob er im Sinne der Anwohner im den angrenzenden Wohngebiet ist.

  6. Ist es vorgesehen, einen Weg von der Yorckstraße zwischen den Bahngleisen und dem Beachvolleyball-Areal anzulegen, der einen Zugang von der Bautzener Straße aus zum Westpark und eine Verbindung zwischen Tiergarten-Süd und Schöneberg sowie den S-Bahnhöfen schaffen würde? Dafür gibt es einen Bedarf.

  7. Der Quartiersrat vermisst Aufenthaltsangebote für Senioren. Im Entwurfsplan sind keine Bänke und Sitzgruppen eingezeichnet. Sind sie nicht vorgesehen?

  8. Der Quartiersrat spricht sich dafür aus, die Kleingärten südlich und nördlich der U-Bahn-Linie 2 langfristig als besonderes Elements des Parks bei öffentlicher Zugänglichkeit der Wege zu erhalten.

  9. Wünschenswert wäre ein direkte Verbindung zwischen dem West- und dem Ost-Park mit einer Brücke zwischen Schöneberg und Kreuzberg in Verlängerung des „Generalszuges“.

Beschlossen in der Quartiersratssitzung am 3. November 2009

- Hier finden Sie die Stellungnahme nochmals als Download (PDF 27 kb).

text: Stellungsnahme; grafik: wolk