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Nicht nur die Eltern fordern: Umzug der Grips-Grundschule verschieben

Es ist nicht leicht, aus zwei Grundschulen eine zu machen. Noch schwerer wird diese Aufgabe, wenn sie in einem Tempo vollzogen werden soll, das auf die sachlichen Bedürfnisse aller Beteiligten und letztlich auf die Tatsache, dass es auch in Zeiten des Übergangs Aufgabe der Schulen ist, Kinder zu unterrichten, keine Rücksicht nehmen kann.

So soll die Grips-Grundschule bereits am 1. Februar 2010 umziehen, zunächst aber noch für fünf Monate als eigenständige Grundschule geführt werden. Zum neuen Schuljahr 2010/2011 soll schließlich eine neue Grundschule aus Fritzlar-Homberg-Grundschule und Grips-Grundschule entstehen. Weder Lehrer, noch Schüler und Eltern wollten die Schließung der Grips-Grundschule, haben sich aber schließlich mit der politischen Entscheidung abgefunden und sich bereit erklärt, den Vereinigungsprozess aktiv mitzugestalten.

Den Umzugstermin nun auf fünf Monate vor den Vereinigungstermin vorzuverlegen, heißt, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun und eine außergewöhnliche Stresssituation für den Unterricht zu schaffen. Ausbaden müssen das die Kinder, die das Pech haben, gerade in dieser Zeit eine der beiden Schulen zu besuchen. Deshalb haben sich die Eltern beider Grundschulen in einem Brief an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte mit der dringenden Bitte gewandt, den Umzugstermin auf den Schuljahresbeginn 2010/2011 zu verschieben.

„Es spräche gegen jede Vernunft“, heißt es in dem Schreiben vom 1. Oktober, „den Schulbetrieb für die fünf Monate bei mangelhafter Raumversorgung fahren zu wollen, sowie die Ressourcen der Lehrerinnen, Erzieherinnen und der Schulleitung für die Organisation, Durchführung und Handhabung dieser Übergangslösung unnötig zu binden.“

Die Eltern weisen darauf hin, dass beide Schulen momentan einen völlig anderen Rhythmus, was Unterrichtszeiten und Pausenregelungen angeht, haben, „was einen störungsfreien Ablauf des Schulbetriebs erheblich beeinträchtigen würde.“ Außerdem würde ein Umzug mitten im Schuljahr für die Schüler der Grips-Grundschule bedeuten, „dass sie ihr Profil der Lesebetonung nicht wirklich ausüben könnten, da kein Platz für eine Bibliothek vorhanden sein wird.“

Was wird aus Bildung und Integration im Lernhaus?

Überhaupt das Raumproblem: „Nur wenn das Lernhaus komplett leer gezogen würde“, schreiben die Eltern an die BVV, „reichen die Räume aus, um die Grips-Grundschule samt Hortbetreuung dort unterzubringen.“ Nach vollzogener Fusion sei die Raumsituation dann schon entspannter, weil es unter anderem nur noch eine Schulleitung, ein Sekretariat, ein Lehrerzimmer, nur einen Erste-Hilfe-Raum gäbe und zwei Klassen wegfielen. Andererseits habe das Bezirksamt Mitte immer beteuert und die BVV beschlossen, dass das Lernhaus unbedingt erhalten werden soll.

Auch Quartiersmanager Michael Klinnert weist auf die große Bedeutung des Lernhauses für die Aufgaben Bildung und Integration im Stadtteil hin: „Es ist eine wichtige Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger; dem Lernhaus verdanken wir eine Stützung des Quartiers und eine Beteiligung der Bewohnerschaft an vielen Projekten. Das Lernhaus aufzubauen gehörte zu den wichtigsten Projekten des Quartiersmanagements. Es würde uns sehr enttäuschen, wenn wir nun eine Geringschätzung des Erreichten seitens der Politik erfahren müssten.“

Wie der Fusionsprozess bisher gelaufen ist, hat viel Misstrauen gesät, das so leicht nicht wieder abzubauen sein wird. Vor Wochen hieß es noch, der Übergang solle als ein offener Prozess geführt werden. Nun ist unter den Beteiligten zu hören: „Ein offener Prozess – aber weiterhin mit verdeckten Karten.“ Die Probleme kulminieren am Umzugstermin. Vor Ort sind jedenfalls alle der Meinung, dass nur mit einer Verschiebung des Umzugs die Probleme gelöst werden können.

text: BuM (QB 45)