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Viel Arbeit für den Quartiersrat
Der Quartiersrat ist ein Gremium der Bürgerbeteiligung, er hat darüber zu beraten und schließlich zu entscheiden, welche Projektideen im Quartier umgesetzt werden sollen.
Dem Aufruf, Ideen für das Jahr 2006 einzureichen, sind, fand eine große Resonanz. Insgesamt 37 Anträge für eine Gesamtsumme von 234551 Euro wurden gestellt. Zu vergeben sind aber insgesamt "nur" 75000 Euro, das heißt, dass der Quartiersrat sich vermutlich mehrmals den Kopf zerbrechen muss, wem er den Zuschlag gibt und wem nicht.
Es muss jeweils die Qualität des Angebots geprüft werden, seine Umsetzbarkeit, die Frage, ob das Angebot einen Bezug zum Gebiet hat, aber auch, ob es der Aktivierung der Bewohner dient, nachhaltig ist, mit den verfügbaren Kapazitäten umgesetzt werden kann und – natürlich – ob es Erfolg versprechend ist.
Jede Form der Bürgerbeteiligung muss bestimmte Lernprozesse durchmachen, auch der Quartiersrat, wir haben darüber in der Vergangenheit verschiedentlich berichtet.
Nach den ersten Erfahrungen hat der Quartiersrat seine Geschäftsordnung noch einmal gründlich diskutiert leicht verändert.
Es wird, wie bisher mit einfacher Mehrheit entschieden, und es müssen, ebenso wie bisher, mindestens 13 Mitglieder des Rates anwesend sein. Stimmberechtigt ist nur, wer nicht selbst in einen Projektantrag involviert ist, auch das hat sich nicht geändert.
Geändert hat sich, dass der Quartiersrat schon zur Vorbereitung von Entscheidungen Themen bezogene Arbeitsgruppen bilden kann. Es kann ja nicht jeder von allem Ahnung haben, diejenigen, die sich fachkundig gemacht haben, aber den Rat beraten.
Ebenfalls neu ist, dass sich Quartiersratsmitglieder noch weiter als bisher engagieren wollen: Bei einzelnen Projekten werden sie als zugeordnete Begleitpersonen oder Mentoren auch die Umsetzung unterstützen.
Delegierte Bürgerbeteiligung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der Quartiersrat nimmt die Verantwortung offenbar an.






