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  • Neuer Kunstraum im Kiez: "ep-contemporary" in der Pohlstraße 71

    Seit Ende April 2016 ist nun der Kunstraum "ep.contemporary" in der Pohlstraße 71 in Tiergarten Süd zu Hause. Es handelt sich um die Räume der ehemaligen "Galerie Kuhn & Partner". „Wir sind ein Künsterkollektiv von 11 Berliner Künstlern und werden für mindestens 2 Jahre in dem Kunstraum monatlich wechselnde Ausstellung zeitgenössischer Kunst zeigen,“ so die Betreiber. Im Juni zeigen sie als erste Einzelposition neue Arbeiten der Malerin Dorothea Schutsch aus ihrer Bildserie „Im Café“. Hier finden Sie weitere Informationen. [mehr]
  • Urbanes Gärtnern in Berlin

    ...zeigt jetzt eine Art U-Bahn-Fahrplan von "Seed Bomb City", wie die Berliner Zeitung berichtet. Schauen Sie ihn sich an. [mehr]
  • Rund um Sexarbeit: Informationsveranstaltung bei OLGA

    Unter der Überschrift „Zwischen Respekt und Schutz – Vielfalt der Sexarbeit in Berlin" wird es bis Dezember 2016 monatliche Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten der gesellschaftlichen Diskussion um Sexarbeit in Berlin geben. Los geht es am Donnerstag, 26. Mai 2016, von 15-17 Uhr im Frauentreff Olga mit der Auftaktveranstaltung „Tradition und Gentrifizierung an der Kurfürstenstraße". [mehr]
  • Helfer für Tauschregal gesucht

    Das Projekt "Wachsenlassen" im Familiengarten in der Kluckstraße 11 sucht nach Helfern, die das Tauschregal am Eingang des Familiengartens in der Lützowstraße betreuen. [mehr]
  • Hochhaustürme am Gleisdreieck

    Sie werden nicht so hoch wie erwartet oder befürchtet, die Bürotürme am U-Bahnhof Gleisdreieck. Hier finden Sie mehr dazu. [mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

Sie befinden sich hier: Info - Aktuell / Vom 7. Quartiersratskongress 2015
Dienstag, 12.05.2015

Vom 7. Quartiersratskongress 2015

An Freitag, den 24. April 2015 wurde im Berliner Abgeordnetenhaus zum siebten Mal der Quartiersrätekongress durchgeführt, um den Berliner Quartiersräten für ihren Einsatz zu danken. In diesem Jahr standen neben der "klassischen" Quartiersarbeit auch Themen wie Mieten/Wohnen sowie Verstetigung der Quartiere unter dem Motto "Heute auf morgen vorbereiten -  im Kiez" auf der Agenda. 

Die Gesichter des Engagements in den Berliner Kiezen sind vielfältig und doch verbindet sie eine gemeinsame Sache: durch den intensiven Einsatz der Quartiersräte ist das gemeinsame Miteinander in den Quartiersmanagement-Gebieten stetig stabilisiert worden, sie haben viel mit gestaltet. Ohne ihre tatkräftige Mithilfe wären die Berliner Quartiere um viele soziokulturelle Aspekte und bauliche Verbesserungen ärmer.

Das Berliner Abgeordnetenhaus
Tiergarten Süd ist auch dabei!
Senator Geisel begrüßt die Gäste
QM-Teams im Gespräch
Der Plenarsaal ist gut gefüllt.
"Der Kongress tanzt"

Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, begrüßte die rund 500 Gäste, Quartiersräte und QM-Teams nahezu aller Berliner Quartiere. Senator Geisel machte in seiner Rede deutlich, dass die Investitionen durch das Programm Soziale Stadt auf fruchtbaren Boden gestoßen sind und somit viel Stabilität in die Berliner Kieze gebracht haben. Er sicherte weitere Unterstützung für die kommenden Jahre zu; allerdings müsse diese gerecht auch auf künftige Bedarfe zugeschnitten werden. So würden Stadtquartiere, die bislang im Sozialmonitoring noch keine Relevanz hatten, nun aber verstärkt in den Vordergrund treten, künftig auch der Förderung bedürfen. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, sei es notwendig, dass in Gebieten, die sich in den letzten Jahren stabilisiert haben, auch langjährige QM-Standorte in die Verstetigung gingen. Außerdem wies er auf die dringende Notwenigkeit hin, den Wohnungsbau sowie sozial verträgliche Mieten, erheblich in den Vordergrund zu stellen. Da Berlin einen großen Zuzug von neuen Anwohnern zu verkraften habe, habe dies in den kommenden Jahren Vorrang. 

Der folgende 14-Minüter - ein Videozusammenschnitt mit Aussagen der Quartiersräte zu den Fragen, wofür sich die Räte in den Gebieten schwerpunktmäßig einsetzen und wie sie sich Ihr Quartier in der Zukunft vorstellen würden, war der erste "Redebeitrag" der Quartiersräte. Das gesamte Filmmaterial war auf Monitoren im Vorraum zu sehen und steht den Quartieren im Nachhinein auch für ihre Arbeit zur Verügung.  Den kompletten Beitrag der Quartiersräte des QM Magdeburger Platz, von unserem Tiergarten-Redakteur Gerald Backhaus in Szene gesetzt, können Sie bereits hier verfolgen.

Der folgende Vortrag von Prof. Dr. Stefan F. Wagner, Vorstandsvorsitzender des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit e.V. zum Thema "Ehrenamtliche Arbeit" ließ ein wenig hinter Motive und Kulissen von bürgerschaftlichem Engagement blicken. Wagner wies insbesondere auf die Wichtigkeit von Strukturen hin, die ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement effektiv organisieren können. Die Stärken beider, sowohl der persönliche Einsatz der Ehrenamtlichen, wie auch das planerische Element der hauptamtlich Engagierten, könne unter Berücksichtigung aller Talente, zum Erfolg führen. Insbesondere sei dies auch z.B. bei der Verstetigung von QM-Gebieten, wie in Tiergarten-Süd oder im Wrangelkiez wichtig. So sollten noch während der aktiven Zeit des Quartiersmanagements Strukturen geschaffen werden, die diesen Stärken Rechnung tragen und so das Engagement in den Kiezen erhalten.

"Der Kongress tanzt" hätte die Überschrift der folgenden Einlage der Neuköllner Schulbands lauten können. Sie baten die Gäste sich von den Sitzen zu erheben und zum Song der "Red Hot Chili Peppers" mit dem Titel "Under the Bridge" den Refrain mitzuwinken. Dies geschah zunächst zögerlich, lockerte dann die Stimmung jedoch merklich auf.

Podiumsdiskussion rund um "Verstetigung"
Immer wieder eindrucksvoll - das Gruppenfoto.

Auf der weiteren Podiumsdiskussion ging es ebenfalls um die Themen "Ehrenamtliches Engagement und Verstetigung von QM-Gebieten. Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Hans Panhoff, Bezirksstadtrat für Planen, Bauen, Umwelt und Immobilien des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und ehemaliger Quartiersmanager, Emine Basaran vom QM Wrangelkiez, Gerhard Hagemeier vom Quartiersrat Sparrplatz und Prof. Stefan Wagner, erörterten hier wichtige Punkte.

So sprach sich Hans Panhoff dafür aus, den Gebieten auch nach der Beendigung des QM-Verfahrens finanzielle Mittel zu Seite zu stellen, um das ehrenamtliche  Engagement organisatorisch aufrecht erhalten zu können.

Die Wortbeiträge der Quartiersräte, in deren Mittelpunkt die Belastungen durch steigernde Mieten und die Angst vor Verdrängung zu Ausdruck gebracht wurden, sowie das traditionelle Gruppenfoto lieferten den Abschluss der Veranstaltung. Im Nachhinein wurde von einzelnen Quartiersräten noch zum Ausdruck gebracht, dass der QR-Kongress eine gute Gelegenheit sei, "mal wieder über den Tellerrand zu schauen", wie die Arbeit in anderen Quartieren von Statten gehe. Allerdings wurde auch der Wunsch nach mehr Möglichkeiten zu aktiver Netzwerkarbeit deutlich gemacht. Dies ließe jedoch der knappe Zeitrahmen eher weniger zu und müsse so an anderer Stelle durchgeführt werden.

Initiative für Vernetzung

Aus den Reihen der Quartiersräte stellte sich auf dem Kongress die Initiative "QR vernetzen" vor, die den kiezübergreifenden Austausch der Quartiersräte fördern möchte. Geplant sind themenbezogene Arbeit und ein Plenum alle drei Monate.

Die momentange Möglichkeit dazu gibt es auf dem Blog der Initiative „QR vernetzen“ sowie in der dazugehörigen Facebook-Gruppe.Mehr Informationen zu Aufgaben und Entstehung gibt es in unserer Rubrik Quartiersräte des Dachportals des Berliner Quartiersmanagements.

Text und Fotos: Kerstin Heinze