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Neu: Der West-Park am Gleisdreieck
Am westlichen Rand des Quartiers entsteht gegenwärtig der neue Park am Gleisdreieck. Er wird dem Standort zukünftig viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten und eine neue Passage zum Nachbarbezirk Kreuzberg bieten.
Das Gelände ist eng mit 170 Jahren Berliner Eisenbahngeschichte verknüpft. Personen- und Güterbahnen sorgen seitdem für Verbindungen Berlins mit dem Umland. Durch die neue ICE-Trasse bleibt eine Auffächerung des Parks in einen östlichen und einen westlichen Teil bestehen.
Während der Teilung Berlins stand das Bahngelände unter der Verwaltung der Ostberliner Deutschen Reichsbahn. Die Deutsche Bundesbahn hatte lediglich „Betriebsrechte“, auf dem nicht zugänglichen Gelände bildete sich zwischen den Gleisen als so genannte „Spontanvegetation“ ein Ökotop inmitten der Großstadt.
Nach dem Fall der Mauer konnte das Gelände neuen Nutzungen zugeführt werden – es wurde entschieden, ein Wettbewerbsverfahren zur Planung eines Park auszuschreiben. Sieger war 2006 das Berliner Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl. Danach soll das über 50 Jahre als Ökotop gewachsene Wäldchen im Ostpark mit seiner typischen Flora und Fauna neben einer Vielzahl von historischen Relikten – z.B. Gleise und Gleisgräben – erhalten bleiben.
Ein Rundweg wird dann zum Spazierengehen, Joggen, Walken, Roller- und Radfahren sowie zum Skaten einladen. Die zentrale Rasenfläche mit Liegewiese bietet viele Möglichkeiten für Sport und Spiel und für Jung und Alt.
Zunächst soll bis 2011 der so genannte Ostpark entstehen, der mit einer Fläche von 17 Hektar den größten Teil des Parks bildet. Der Westpark soll ein Jahr später fertig werden.
Besucher-Kommentare anlässlich der Gelände-Führung (April 2010)
„Für mich ist das Schönste an dem Park, dass die Verbindung zu Kreuzberg geschaffen wird. …Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier einen richtigen Erholungswert geben wird, weil die Fläche viel zu schmal ist…“
Matthias Förster
„Ich hätte mir eine Gestaltung gewünscht wie Grün Berlin sie ja auch sonst machen kann. Das haben sie in dem Naturpark auf dem Südgelände gezeigt. …Ich bin zum Westpark nie gefragt worden.“
Markus Lehmenkühler
„Ich wohne hier seit 1981 und endlich habe ich Gelegenheit ungehindert aufs Gelände zu gehen, freie Sicht zu haben, durchzuatmen. So wie es jetzt ist, ist es am schönsten. …Es ist das letzte unberührte Stück Stadtbrache in Berlin. …Es ist ein Geschichtsraum, das kann man spüren.“
Sabina Vogel
Großes Interesse bei einer Begehung des Westparks am 17. April 2010
Bei schönstem Wetter kamen etwa 300 bis 400 Menschen um die Entwicklung des Parks in Augenschein zu nehmen. Solche Führungen werden auch zukünftig angeboten. Aktuelle Hinweise finden sich unter twitter.com/potseblog oder www.tiergarten-sued.de.








