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„Wir sind alle verarscht worden!“ - Zusammenschluss von Grips- und Fritzlar-Homberg-Grundschule beschlossen

Eltern, Kinder, Lehrer waren zur entscheidenden BVV-Sitzung gekommen - die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben.

Seit der BVV-Sitzung am 28. Mai ist es offiziell: Die beiden Grundschulen im Quartier werden zum Schuljahr 2010 - 2011 zusammengelegt. Skandalös ist, dass das von Senatsseite aus seit über einem Jahr feststeht – aber im Bezirk und im Kiez niemand davon wusste. Dennoch muss es jetzt um das „Wie“ der Zusammenführung gehen. -

Wenn Sie in einem Jahr in unseren Kiez schauen, wird es hier nur noch eine, statt wie bisher zwei Grundschulen geben: Seit Ende Mai 2009 ist es beschlossene Sache, die Grips- und die Fritzlar-Homberg-Grundschule ziehen zusammen unter das Dach der FHG.

Diese Zusammenlegung geschieht gegen den Wunsch der beiden Schulen, der Kinder, Eltern, Lehrer: Viele von ihnen, aus beiden Schulen, waren am 28. Mai zur BVV-Sitzung gekommen, um nochmals und ganz deutlich ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen.

Das plötzliche Ende aller Diskussionen hat eine ziemlich lange Vorgeschichte – mehr dazu erfahren Sie im Bericht über die QuartiersRats-Podiumsdiskussion -, und noch bis zwei Tage vor der entscheidenden BVV-Sitzung sah es zumindest nach einer kleinen Verschnaufpause im Ringen um den Schulstandort aus:
Die FDP-Fraktion hatte für ihren Antrag, die Grips-Grundschule nicht vorschnell zu schließen, im Schulausschuss die Mehrheit erhalten.

Dann reichte jedoch die SPD – begründet mit dem Vorgehen von Senatsseite und der finanziellen Misere des Bezirks - überraschend einen Änderungsantrag ein: „[…] Gebot der Stunde ist jetzt, die Unsicherheiten und die daraus resultierenden Risiken für die Bildungsangebote im Quartier zu beenden. Um den weiteren Schaden zu minimieren, sollen daher die Grips- und die Fritzlar-Homberg-Grundschule zum Schuljahr 2010/11 am Standort der Fritzlar-Homberg-Grundschule fusionieren. [...]“

Zum Antrag gehören mehrere Punkte wie der Erhalt des offenen Ganztags-Angebots, der Erhalt des Lernhauses im Fritzlar-Homberg-Gebäude oder auch die Erhaltung möglichst vieler Elemente beider Ausrichtungen – des musischen und des Lese-Zweigs.
Die entsprechenden Schriftstücke können Sie sich auf den Internetseiten des Bezirks im Original ansehen: Geben Sie auf der Drucksachen-Seite der BVV die Nummer 1221/III ins Nr.-Suchfeld ein.

Der Antrag wurde in der BVV Ende Mai 2009 mehrheitlich angenommen und gilt somit als beschlossen. Dass sich Eltern, Kinder und Lehrerkollegium „verarscht“ fühlen: Wen wundert´s angesichts der Tatsache, dass anscheinend für die Senatsverwaltung wirklich von Anfang an feststand, dass das Collége Voltaire eine leere Schule übernehmen wird...

Der Zusammenschluss der beiden Schulen hat lediglich ein Schuljahr Vorbereitungszeit. In dieser Zeit sollen sowohl die Profile als auch die Ganztags-Schultypen (offen oder gebunden) berücksichtigt und die gesamte Umzugs-Logistik geplant werden.

In einer Position möchte gerade wohl niemand sein: In der der Lehrer/innen, die ihren Klassen erklären sollen, warum das alles so gelaufen ist und dass man trotzdem Vertrauen in die politischen Gremien und Entwicklungen haben soll.
Die Enttäuschung und berechtigte Wut zu verarbeiten, um sich dann zusammensetzen zu können, das steht nun wohl als nächster Punkt auf dem Programm. Für alle Beteiligten aus allen beiden Schulen und für ein großes Umfeld im Kiez, das auch weiterhin unterstützen kann.

Sobald nächste Schritte anstehen, informieren wir Sie hier übers Quartiers-Portal.

text: wolk; foto: klinnert