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Bundesjustizministerin Zypries im Frauentreff Olga
Wieso ist eine Küche, in der man auch mal gemeinsam kochen kann, für einen Prostituierten-Treff wichtig? Welche Hilfestellungen kann eine Polizistin den Frauen vom Strich bieten, und welche Probleme tauchen am häufigsten auf? Welche Arbeit können ehrenamtlich Engagierte leisten, und was sind spezifische Anforderungen an medizinisch ausgebildete Mitarbeiterinnen im Treff?
Auf diese und weitere Fragen erhielt Anfang Juni 2009 eine ungewöhnliche Besucherinnen-Gruppe Auskunft:
Anlässlich des Welthurentags besuchten Justizministerin Brigitte Zypries in Begleitung der Europaabgeordneten Dagmar Roth-Behrendt, der Bundestagsabgeordneten Eva Högl und der Berliner Abgeordneten Jutta Leder den Treff für drogenabhängige und sich prositutierende Frauen am Straßenstrich Kurfürstenstraße.
Was an einem sonnigen Vormittag an „Live-Atmosphäre“ fehlen mochte, machte spätestens das schwarze Brett im Flur der Einrichtung wett: Dort hängen die Frauen von der Straße unter anderem Warnungen für Kolleginnen auf. Warnungen vor aggressiven Freiern, vor Gewalt, die sie von bestimmten Männern erfahren haben, samt Personenbeshreibung oder Autokennzeichen.
Die manchmal recht dürren Worte lassen eine Realität ahnen, die sowohl von Politikerinnen als auch von anderen mit dem Strich nicht Vertrauten doch recht weit entfernt ist. Kein Wunder, dass die Besucherinnen beim Lesen schluckten – und dass ohne große Erklärungen nochmal klarer wurde, warum die Arbeit des Frauentreffs so nötig ist.
Beim gut besuchten Pressegespräch im Anschluss an den Rundgang lobten die Politikerinnen diese Angebote auch dementsprechend und sprachen sich klar für eine weitere Förderung sowohl der Arbeit im Treff als auch angeschlossener Projekte wie der Sprachmittlerinnen aus.
- Genaueres zum Frauentreff Olga erfahren Sie hier bei uns im Menüpunkt „Angebote“ und auf den Internetseiten des Notdienstes Berlin, der Träger des Treffs ist. Weitere Fotos vom Besuch finden Sie in der Online-Fotogalerie.










